Betrieb gibt Aktien für seine Kuhherde aus

19.08.2009
 

Kuhaktie
Kuhaktie

Statt bei der Bank um ein Darlehen zu bitten, verkaufen die beiden Landwirte Mathias von Mirbach und Klaus Tenthoff aus Kattendorf bei Hamburg Anteile an ihrer Rinderherde im Wert von 100 oder 500 Euro. Gemeinsam bewirtschaften sie einen ökologischen Betrieb und investieren derzeit in den Stallbau. "Wir sind ein Pachtbetrieb, also mit Eigenkapital nicht reichlich ausgestattet und können der Bank keine Sicherheiten bieten", erklärt der 50 Jahre alte Bauer. Über 200 Kuhaktien hat der Hof in den vergangenen vier Jahren bereits ausgegeben und erst eine zurückkaufen müssen, berichtet die dpa. "Das Ziel war ganz klar Menschen mit dieser Landwirtschaft zu verbinden. Und für uns ist es ein super günstiger Kredit", so die Betriebsleiter.

Für das angelegte Kapital sollen die Eigner eine Dividende von 2,5 % in bar oder 5 % in Lebensmitteln ausgezahlt bekommen. Auf dem Kattendorfer Hof entspricht das etwa einem Kilo Käse oder 20 Litern Milch, denn Discounterpreise gibt es hier nicht. Er bekommt 1,25 Euro pro Liter Milch.

Der Bauernverband findet die Idee mit der innovativen Anlageform laut dem Bericht zwar gut, "aber 350 000 Patenschaften für ganz Schleswig- Holstein, das ginge nicht. Außerdem liegt die Selbstversorgung ja nur bei 42 %". Der Rest der Milch werde exportiert, auch ins europäische Ausland.

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 Leserkommentare  
 

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19.08.2009 13:07

Selbstversorgung
Ok der Satz ist komisch ausgedrückt, aber der vorgeschlagene Satz macht genau so wenig Sinn. 
 
"Oder es müsste heißen, der Anteil der produzierten Milch an der Selbstversorgung liege bei 42%." 
 
Ich denke, gemeint war: 
 
Für die Selbstversorgung wird nur 42 % der produzierten Milch benötigt. Somit müssen 58 % exportiert werden.
Hartmut Börger

19.08.2009 09:40

Mathematik: 5? Oder Thema verfehlt, 6?
Der Selbstversorgungsgrad liegt nur bei 42%, weil der Rest exportiert wird??? 
Kann der Bauernverband mal wieder nicht rechnen? Wenn Mengen exportiert werden müssen, liegt dann der Selbstversorgungsgrad nicht über 100%? Denn sonst müssten doch auch 58% importiert werden. Diese Aussage wäre aber nötig, wenn die Rechnung aufgehen soll. Oder es müsste heißen, der Anteil der produzierten Milch an der Selbstversorgung liege bei 42%. So aber ist es nur wieder dummes Gewäsch und Bauernverdummung. Herzlichen Dank für diesen primitiven Versuch. Er zeigt deutlich, mit welchen Tricks der Bauernverband die deutschen Bauern an der Nase rumführen will. Macht weiter so, echt super! 
Detmar Kleensang
Hans-Werner Kleensang

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