Jäger erlegt Wolf in Notwehr Premium

Ein Jäger hat am Freitag bei einer Drückjagd einen Wolf geschossen, der an Jagdhunde geraten war und sich nicht vertreiben ließ.

Das Jagdportal JAWINA berichtet, ein holländischer Jagdgast habe am Freitag bei Rädigke (Landkreis Potsdam-Mittelmark) einen Wolf geschossen. Der Wolf hätte Jagdhunde attackiert und sich nicht vertreiben lassen. Der Jagdleiter der dortigen Treibjagd habe auf Nachfrage bestätigt, dass Stöberhunde auf einer Rehwildfährte waren und auf einen bereits zuvor schon gesichteten Wolf trafen. Die Jäger hätten noch versucht, den Wolf mit Warnschüssen und Rufen zu vertreiben. Die Hunde hätten den Wolf dann aber gestellt. Ein holländischer Jäger und Hundeführer habe dann keine andere Chance mehr gesehen um die Hunde zu schützen und schoss den Wolf. Laut JAWINA beruft er sich auf einen rechtfertigenden Notstand. Der Jagdleiter verständigte die Polizei, die den Vorfall aufnahm, der zuständige Wolfsbeauftragte nahm das Tier dann mit. Mehrere Hunde seien leicht verletzt worden. Das Landesamt für Umwelt (LfU) bestätigt auf Nachfrage von top agrar online, dass ein solcher Vorfall zur Anzeige gekommen ist. „Der für Brandenburg tätige Rissgutachter hat den Wolf geborgen und zur weiteren Untersuchung in das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) übergeben. Letzteres ist ein Routinevorgang: jeder tot geborgene Wolf wird für ...

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Peter Held

Der Wolf gehört ins Jagdrecht

Ich halte es für nicht nachvollziehbar, dass der Wolf nicht ins Jagdrecht aufgenommen wird, es gibt doch für fast alle Wildtiere in unseren Regionen Bestandsquoten. Die Jäger sind autorisiert durch die Behörden für die Abschussquoten verantwortlich. Da wir z.B. zu viel Damm- und Rehwild haben, von Marderhunden ganz zu schweigen, frage ich bei den Jägern auch schon mal nach, ob sie ihre Abschussquoten erreicht haben. Die Besatzstärken der unterliegen ja einer wissenschaftlichen Festlegung, die könnte man doch auch problemlos für den Wolf definieren!

von Gerhard Steffek

Abschuss -

wer zahlt dann eigentlich die Kosten dafür. Jede Kugel kostet, die Entsorgung und der ganze Zeitaufwand für die Jagd, wer kommt hier für den Aufwand auf?

von Gerhard Steffek

100-prozentig -

das wird noch mehr werden. Aber auch welche Frechheit, dem Wolf seine Jagdbeute wegzuschiessen und ihm sein Revier streitig zu machen. Die Jäger sollten sich was schämen. Wetten das dieses Argument von unseren Naivlingen an Wolfsliebhaber rüberkommt. Dabei könnte man denen aber auch entgegenhalten das sie ihre "Hütte" in der sie ihren Arsch warmhalten früher auch mal Wolfsland war. Denn wie sehr machen sich die Städte heutzutage breit. Da empfinde ich es eher als Frechheit, des der Natur entfremdeten Wohlstandsstädter, von der Landbevölkerung zu fordern diese solle für deren Vorstellung einer heilen Natur auch mit den negativen Konsequenzen klarzukommen. Ich habe etwas dagegen, für anderer Leute Dummheit den Kopf hinzuhalten, nur damit diese sich als Gutmenschen fühlen können.

von Paul Siewecke

Man fordert von den Landwirten und Jägern...

sich mit dem unter Schutz stehenden Wölfen zu "arrangieren". Wie das dann letztendlich aussehen wird, sehen wir an diesem Fall: Die Wölfe, die sich ausschließlich mit dem vorhandenen Wildbestand nahrungstechnisch über Wasser halten, haben vorläufig nichts zu befürchten. Da die "freien Räume" allerdings sehr begrenzt sind (z.B. verlassene Truppenübungsplätze) gibt es auch nur begrenzten Platz in der Natur, wo Meister Isegrimm dem Menschen aus dem Weg gehen kann. Diejenigen, welche dem Menschen und seinen Nutztieren zu nahe kommen, riskieren ihren Pelz (siehe obiger Jagsdzwischenfall). Je schneller sich das in der Wolfspopulation "herumspricht", um so besser für alle Beteiligten... Viellecht können sich ja auch Weidetierhalter mit den örtlichen Jagdberechtigten abstimmen, dass in Weidenähe auch mal ne (besetzte!) Jagdkanzel steht....

von Josef Kindl

Na und.....

....denke diese in einer Einbahn denkenden Menschen würden aber noch mehr schreien wenn irgendwann mal ihre Kinder davon betroffen sind!

von Renke Renken

Die Angelegenheit

wird mit Sicherheit unter unseren wolfverliebten Mitbürgern zu einem riesigen Aufschrei führen und große Empörung hervorrufen.

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