Kommentar

Raus mit dem Käferholz! Premium

Der Borkenkäfer frisst die Fichte sprichwörtlich auf. Nach Angaben des Deutschen Forstwirtschaftsrates sind bundesweit mehr als 10 Mio. Festmeter geschädigt. Schon jetzt ist klar: Der wirtschaftliche Verlust ist riesengroß. Ein Weckruf an Politiker und Waldbesitzer von Kevin Schlotmann, Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben:

Die Hoffnung auf einen milden und nassen Winter, der den Großteil der überwinternden Borkenkäfer durch Pilze oder Viren zur Strecke bringt, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Mit den ersten Sonnenstrahlen probten Buchdrucker und Kupferstecher bereits im Februar den Schwärmflug. Ab Mitte März wird es richtig losgehen – deutlich früher als üblich. Vielerorts droht ein finaler Angriff auf den Brotbaum Fichte.

Jetzt sind alle Waldbesitzer gefordert. Das Käferholz muss schnell aus dem Wald. Vorrang hat das frisch befallene Holz, damit möglichst viele Käferlarven mit den Stämmen abtransportiert werden. Während die Staatsforstbetriebe bereits aufrüsten, indem sie das „Borkenkäfermonitoring“ intensivieren, trauern viele Privatwaldbesitzer noch dem ...

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Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

anständiger Buchenwald -

wie "Artenarm" dieser aber auch sein kann, kann sich ja ein jeder im Spessart ansehen. Es ist halt nur nötig mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und nicht mit ideologisch verblendeten. Aber leider ist das ja mittlerweile bis in die obersten Führungsebene hipp geworden nur dem Mainstream blindlings nachzulaufen. Dabei sollten ausgerechnet die bedenken: "wer immer nur der Herde folgt, läuft nur den Ärschen nach". So schlimm die Misere mit dem Buchdrucker heuer werden kann, so könnte man aber zumindest Ironie walten lassen und den Schreihälsen des Artensterbens dagegen halten was sie wollen. Denn heuer gibt es dann zumindest wieder genug Masse an Insekten. Wäre natürlich interessant, ob der Entomologische Verein in Krefeld dieses Jahr dann wieder als Bezugsjahr verwenden würde um seine Statistik aufzupeppen.

von Erwin Koch

Ist doch nicht schlimm wenn hier die Fichten vertocknen und vom Borkenkäfer befallen werden ,dann kann auf diesen Flächen ja wieder ein anständiger Buchenwald wachsen.

Dies bekam ich zu hören als ich mit einem Grünen Europaabgeordneten und einer Funktionärin der Grünen den enormen Schaden den Trockenheit und Borkenkäfer in unseren Fichtenbeständen zeigte und auf die enormen Verluste für den in unserer Region vorherrschenden Kleinprivatwaldbesitz hin wies. Manchen Waldbesitzern sind alle Bäume ihres Waldes den sie Jahre und Jahrzehnte lang gehegt und gepflegt haben in dieser Kalamität vernichtet worden und aus Kreisen der Politik und der alles besser Wisser bekommt man nur Hohn und Spott und mit Verlaub "saudumme"Ratschläge.

von Gerald Hertel

Ironie

wie läuft da der Insektenschutz

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