AbL will Recht auf Nachbau von Saatgut verteidigen

„Wir verteidigen das uralte Bauernrecht auf Nachbau von Saatgut. Wir warnen die EU-Kommission und die EU-Agrarminister vor Reformplänen des EU-Sortenschutzgesetzes, die das Bauernrecht weiter aushöhlen und einseitig für die Pflanzenzüchter Vorteile schaffen sollen.

„Wir verteidigen das uralte Bauernrecht auf Nachbau von Saatgut. Wir warnen die EU-Kommission und die EU-Agrarminister vor Reformplänen des EU-Sortenschutzgesetzes, die das Bauernrecht weiter aushöhlen und einseitig für die Pflanzenzüchter Vorteile schaffen sollen.“ Das sagte Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zu den jüngsten Ankündigungen aus Brüssel, eine Reform des EU-Sortenschutzrechtes und der Saatgutnachbauregelung vorzunehmen.


Erneut würden die Pflanzenzüchter versuchen, die Nachbauregelung beim Saatgut zu ihren Gunsten zu gestalten und für die Bauern zu verschärfen, empörte sich Janßen. Nach der Kritik in den letzten Jahren würde jetzt hinter verschlossenen Türen in Brüssel eine Gesetzesänderung beim EU-Sortenschutzrecht diskutiert mit dem Ziel, die Nachbauregelung „effektiver, einfacher und gerechter“ zu machen. „Übersetzt heißt das, dass die Züchter einfacher an die Nachbaugebühren kommen wollen“, so der Landwirt.
 
Das fordern die Züchter laut Janßen:

 
„Das Ganze ist kein Wunschzettel der Züchter sondern wird in einer Arbeitsgruppe der Europäischen Züchterverbände (ESA) erarbeitet, wo nicht nur mittelständische Züchter sondern auch große Gentechnikkonzerne wie Monsanto und BASF mitmischen. Wir werden politisch und rechtlich mit allen unseren Mitteln für das Recht auf freien Nachbau kämpfen“, kündigte der AbL-Geschäftsführer an. (ad)

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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