Stephan Protschka

AfD fordert höhere Erzeugerpreise statt neuer Kredite

Die Bauern brauchen laut AfD keine neuen Darlehen, sondern Verlässlichkeit. Zudem zementiere die EU heimlich einen starken Klimaschutz in der Gap.

Kritik an einem Finanzierungsprogramm der Europäischen Union, das auch Junglandwirten den Zugang zu Darlehen erleichtert, hat die Bundestagsfraktion der AfD geübt. „Was unseren Bauern wirklich helfen würde, wären verlässliche politische Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und vor allem faire Erzeugerpreise“, erklärte der agrarpolitische Fraktionssprecher Stephan Protschka vergangene Woche in Berlin.

Die Landwirte benötigten keine neuen Kredite und auch keine neuen finanziellen Abhängigkeiten. Ein großer Teil der Darlehen sei für den Klimaschutz in der Landwirtschaft vorgesehen; damit zementiere Brüssel bereits jetzt die Forderung nach Klimaschutzmaßnahmen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020, obwohl diese sich noch im Diskussionsprozess befinde.

„Diese Klimaschutzmaßnahmen werden die Landwirtschaft erneut vor hohe Kosten stellen und das Höfesterben weiter beschleunigen“, so Protschka. Er gab ferner zu bedenken, dass im Jahr 2017 mehr als ein Viertel der Kreditanträge von Junglandwirten von den Banken abgewiesen worden seien. Dies zeige, dass es um die finanzielle Situation der Landwirtschaft schlecht bestellt sei.

Der „Regulierungswahn“ der EU führe zu immer neuen Verschärfungen der Rahmenbedingungen, parallel dazu steige der Bürokratieaufwand. Laut dem AfD-Politiker können dabei nur die Großbetriebe mithalten, die kleineren und mittleren Höfe müssten aufgeben.

Die EU-Kommission hatte gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) Ende April den Start eines Finanzierungsprogramms für die Landwirtschaft bekanntgegeben. Das mit 1 Mrd Euro ausgestattete Programm bietet dem landwirtschaftlichen Nachwuchs Kredite zu günstigen Konditionen, wird auf nationaler Ebene von Banken verwaltet und könnte durch deren Beiträge auf ein Volumen von insgesamt 2 Mrd Euro anwachsen. Neben niedrigeren Zinsen und längeren Zahlungsfristen ist vorgesehen, durch mehr Flexibilität auch auf Zahlungsengpässe der Junglandwirte in wirtschaftlich schwierigen Zeiten reagieren zu können.

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Artikel geschrieben von

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Diskussionen zum Artikel

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von Bernhard ter Veen

wir

leben nun mal, und das ist auch gut so, in einer DEMOKRATIE. hier darf jeder sagen was er möchte. nur weil hier jemand einer bestimmten parteilichen gruppierung angehört steht es niemandem zu, Ihm seine Meinung nicht zu akzeptieren. man muss sie nicht teilen...aber akzeptiren. man verlangt ja auch von anderen seine Meinung zu akzeptiren. ob man nun jemanden Überzeugen kann hängt von jeder Individualität der Kontrahenten ab. Überzeugen oder sich -lassen ist ja auch in Ordnung. Nur Überreden...und das so lange mit dauerschleife BIS keiner mehr noch etwas sagen MAG...wie das bei der ein oder anderen nicht schwarzrotblaugelben gruppierung so üblich ist, muss sich keiner antun. Konstruktive Kritik - egal aus welcher parteilichen gesinnung - kann NUR gut sein und muss nicht zwangsläufig ständig diffamiert werden.

von Werner Kriegl

Die AfD ist böse!

So lautet das ständig wiederholte Mantra in unseren (linken) Medien. Wer sich mal näher mit den Leuten und der Partei beschäftigt, wird feststellen das die AfD wesentlich besser ist als ihr Ruf! Daher wäre es besser, sich selbst ausführlich über verschiedene Kanäle zu informieren, z.B. Debatten im Bundestag im Netz anschauen und nicht nur lesen was darüber in der Tageszeitung steht. Da sind oft Welten zwischen parlamentarischer Realität und veröffentlichter Meinung...

von Rudolf Rößle

Reden

hilft uns nichts. Wie erreicht man höhere Erzeugerpreise, das ist doch die Aufgabe. Der BDM bemüht sich seit Jahren aber es passiert nichts. Die Milchpreise werden in den nächsten Monaten fallen. Die Rindfleischpreise ebenfalls. Die Getreidelager sind zur Ernte wieder voll. Unsere Vorleistungen steigen und steigen. Dort sollte doch dann die Handbremse gezogen werden.

von Diedrich Stroman

Wahrheiten!

Hier redet mal einer Tacheles, ohne Umschweife! Unsere etablierten Parteien und deren Gefolge wollen nie das Wort gerechte Preise äußern, sondern alle Tage und machen sich Sorgen über das verteilen der Ausgleichszahlungen, und das Maßregeln der bäuerlichen Landwirtschaft!!!

von Willy Toft

Das ist schon heftig, dass nur diese Partei es offen ausspricht, was eigentlich Sache ist!

Ob die etablierten Parteien uns überhaupt noch zuhören, ich hätte so ein Statement, gerne von einer sogenannten bürgerlichen Partei gehört! Nach dem Wahlergebnis wird es wohl mit der Talfahrt noch lange nicht zu Ende sein. Schade, um die vielen engagierten landwirtschaftlichen Bauernfamilien! Die Wertschätzung bleibt weiterhin auf der Strecke.....

von Philipp Schmid

Vernünftige Ansicht

Diese Partei wurde im Gegensatz zum Wolf für den Abschuss frei gegeben. Die Grünen dagegen dürfen sich wie der Wolf vermehren und werden für uns Bauern noch zur Plage.

von Gerd Schuette

Schlimm ist:

wenn die falschen Leute das Richtige sagen.

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