Agco plant größeres

Am Rande der Ausstellung Innovagri in Frankreich hat Agco-Chef Martin Richenhagen einige Einblicke in die Langzeit-Strategien des Konzerns gegeben. In dem Gespräch ging es unter anderem um die künftigen technischen Entwicklungen der einzelnen Kernmarken Fendt, Massey Ferguson und Valtra. Langfristig sollen alle Standard-Traktormarken mit Motoren aus eigenem Haus laufen.

Am Rande der Ausstellung Innovagri in Frankreich hat Agco-Chef Martin Richenhagen einige Einblicke in die Langzeit-Strategien des Konzerns gegeben. In dem Gespräch ging es unter anderem um die künftigen technischen Entwicklungen der einzelnen Kernmarken Fendt, Massey Ferguson und Valtra.
 
Langfristig sollen alle Standard-Traktormarken mit Motoren aus eigenem Haus laufen. Diese Entwicklung zeichnet sich bereits in der Namensgebung der Motorensparte ab. Aus dem finnischen Unternehmen Sisu war vor einiger Zeit bereits Agco-Sisu-Power geworden. Jetzt fällt der Traditionsname Sisu komplett weg, und die Motoren heißen künftig Agco-Power. Aktuell arbeiten die finnischen Konstrukteure unter anderem an einem Motor mit 12 Zylindern.
 
In der Konsequenz bedeutet diese Entwicklung, dass auch Fendt-Schlepper mittelfristig nicht mehr von einem Deutz-Motor sondern von einem Agco-Power angetrieben werden. Agco-Triebwerke arbeiten aktuell bereits in den Fendt-Schleppern der Baureihe 200.
 
Eine wichtige Herausforderung wir dann die Markenunterscheidung sein. Bereits jetzt teilen sich die Fendt 800 Vario unter anderem das Getriebe und die Hinterachse inklusive der Hydraulik mit den Topmodellen von Massey Ferguson und Valtra. Richenhagen erklärte, dass der Konzern einen Plattformspezialisten von VW gewinnen konnte, der sich intensiv um dieses Thema kümmern soll.
 
Erstmals öffentlich gab der Konzernchef Details zur nächsten Fendt-Großschlepper-Baureihe bekannt. Das Projekt heißt intern Vario X 1000. Die Traktoren könnten mit dem Agco-Power Siebenzylinder ausgestattet sein. Parallel läuft laut Richenhagen die Entwicklung des größeren Vario-Getriebes. Der ML 400 genannte Triebsatz soll dann Motorleistungen bis 600 PS aufnehmen können. Neben Radschleppern seien damit auch Antriebskonzepte für die Challenger-Raupen denkbar.
 
Auf der anderen Seite arbeiten die Agco-Entwickler an einem Plattform-Schlepper-Konzept im unteren Leistungsbereich von 50 bis 80 PS. Diese Klasse ist für viele Schwellenländer hoch interessant. Die Traktoren werden laut Richenhagen völlig neu konzipiert und sollen nicht auf bisherigen Modellreihen des Konzerns basieren. Diese Traktoren werden unter den Marken MF und Valtra vermarktet, eine Fendt-Reihe ist hier nicht geplant.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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