Bauernbund: "Biberplage mit Ködern, Fallen und Munition lösen"

Anlässlich des am Dienstag durch die Landesregierung in Potsdam veranstalteten Biber-Forums hat der Bauernbund Brandenburg seine Kritik am strengen Schutz des Tiers bekräftigt.

Biberdamm (Bildquelle: Archiv)

Anlässlich des am Dienstag durch die Landesregierung in Potsdam veranstalteten Biber-Forums hat der Bauernbund Brandenburg seine Kritik am strengen Schutz des Tiers bekräftigt. „Es ist grotesk, mit welchem finanziellen und personellen Aufwand das Ministerium die Biberplage inzwischen verwaltet“, kritisierte Bauernbund-Vorstand Marco Hintze die erneute Diskussionsrunde: „Dieses Problem löst man nicht mit Foren, Beratern und Management, sondern mit Ködern, Fallen und scharfer Munition.“
 
Die durch Minister Vogelsänger erlassene Biberverordnung habe sich, wie vom Bauernbund vorhergesagt, als wirkungslos erwiesen, stellte Hintze fest: „Wenn von tausenden Bibern am Ende eines langen bürokratischen Verfahrens dieses Frühjahr ganze zehn getötet werden dürfen, hätte man sich die Mühe auch sparen können.“ Wirkungsvoller seien die vielerorts von der Landbevölkerung ergriffenen Selbsthilfemaßnahmen – diese stehen aber dank der Untätigkeit des Ministers weiterhin unter Strafandrohung, sagte der 43jährige Landwirt, der in Krielow bei Werder Ackerbau und Mutterkuhhaltung betreibt. 
 
Der Bauernbund fordert seit fünf Jahren die Jagd auf den Biber. Dass die geschützten Tiere sich in Brandenburg sehr gut erholt haben, wird inzwischen von niemandem mehr bestritten. Sie vernichten Bäume, setzen Felder und Wiesen und Keller unter Wasser, unterhöhen Deiche und Straßen, richten Schäden in Millionenhöhe an. Trotzdem weigert sich die Landesregierung bisher, eine Lockerung des Schutzes bei der EU in die Wege zu leiten, teilt der Bauernbund mit.
 

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht

Vorbildlicher Stallumbau: Betrieb Willibald aus Arzbach in Bayern

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen