EUROPA/Europäische Bürgerinitiative/Rettet die Bienen

Bayerische Bienenrettung nach Brüssel getragen

Nach Bayern jetzt auch Brüssel: Das erfolgreiche Volksbegehren in Süddeutschland der ÖDP soll nun mehr als Europäische Bürgerinitiative "Rettet die Bienen" EU-weit greifen. Gelingt es, über eine Millionen Unterschiften dafür zu sammeln, kommt das Thema auf die EU-Agenda

Die Spitzenkandidatin für die EU-Wahlen der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Manuela Ripa, hat gemeinsam mit der bayerische Volksbegehren-Initiatorin Agnes Becker eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) mit dem Titel „Rettet die Bienen! Schutz der Artenvielfalt und Verbesserung der Lebensräume von Insekten in Europa“ in Brüssel eingereicht. Dies bestätigte die EU-Kommission am Dienstag.

Nach Ansicht von Agnes Becker, stellvertretende ÖDP-Bundesvorsitzende und Initiatorin des erfolgreichen Volksbegehrens Artenvielfalt in Bayern, hat die „Zerstörung der Artenvielfalt und der Ökosysteme ein Niveau erreicht, das man mittlerweile nur noch als Massenaussterben von Tieren und Pflanzen bezeichnen kann." Besonders betroffen seien Insekten, wofür symbolisch vor allem die Biene steht. Der Zustandsbericht des Biodiversitätsrates (IPBES) sei „alarmierend“.

„Wir brauchen Insekten für unsere Ökosysteme sowie für die Sicherung unserer Ernährung. Die EU-Kommission müsse Rechtsvorschriften erlassen, um Lebensräume für Insekten als Indikatoren einer intakten Umwelt zu erhalten und verbessern.

Die Europäische Bürgerinitiative wurde beantragt von Bürgern aus den sieben EU-Staaten Deutschland, Italien, Österreich, Frankreich, Dänemark, Rumänien und Portugal beantragt. Innerhalb von einem Jahr müssen die Antragsteller aus acht Mitgliedsländern mindestens eine Millionen Unterschriften mobilisieren, um das Thema auf die politische Agenda in Brüssel zu setzen.

Als Haupt-Antragstellerin und EBI-Sprecherin forderte Manuela Ripa eine einschneidende Änderung in der EU-Agrarpolitik besonders beim Nährstoffeintrag und dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

„Um die natürliche Lebensgrundlage nachweislich zu verbessern fordern wir verbindliche Ziele. So muss die Förderung der Biodiversität ein übergeordnetes Ziel der GAP werden. Um den Pestizideinsatz drastisch zu reduzieren, gefährliche Pestizide ausnahmslos zu verbieten und Zulassungskriterien zu reformieren, muss die Strukturvielfalt in Agrarlandschaften gezielt gefördert werden.“

Des Weiteren müssten die Nährstoffeinträge wirksam reduziert und Schutzgebiete wirksam etabliert werden zum Beispiel durch das EU-Programm Natura 2000. Ebenso müssten Forschung und Monitoring sowie die Bildung verbessert werden, forderte Ripa.

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Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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Diskussionen zum Artikel

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von Joachim Nuscheler

Kein Problem

@Uwe Lamparter Müssen die beiden gar nicht. Es wird bei Erfolg eh nur in Deutschland umgesetzt!!!

von Uwe Lamparter

Da bin ich

ja mal gespannt wie diese beiden 27 EU-Staaten unter einen Hut bekommen!

von Guenter Lenhart

Was produziert die Frau Becker als Landwirtin?

So wie ich das mitbekommen habe, hat Sie nur Grünland und Wald und hält Pferde. Also lässt Sie sich Ihr Hoppy von Subventionen finanzieren!!!

von Hermann Kamm

(...) gehts nimmer?

da kann man nur eins sagen, OH Herr lass noch mehr Gras wachsen!

von Gerhard Steffek

@Willi Toft -

nur 1 Million Unterschriften! Die sind schnell erreicht. Die Dummheit kennt ja keine Grenzen. Hat ja schon Einstein nicht angezweifelt. Insofern haben die Beiden Initiatoren recht. Zumindest was die Bildung angeht. Da sollten die Beiden aber schon mal bei sich selber anfangen.

von Willy Toft

Bald steht auch Europa Kopf!

Wie will man die Landwirtschaft hier in Europa halten? Oder wird es nur noch Industrielle Betriebe, und Naturentwicklungsgebiete geben? Den Erfolg in Bayern auf die EU zu übertragen, wird nicht so einfach sein.....

von Wilhelm Grimm

Bauern

gegen den Rest Europas. Kann sich auch mal eine(r) für die Bienen von der Reeperbahn einsetzen? Ihr seid doch (...)

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