Reform

Bayern betraut zentrale Kontrollbehörde mit Prüfung großer Tierhalter

Als Konsequenz aus dem Tierquälerei-Skandal in einem großen Milchviehhof im Allgäu will Bayern die Überwachung großer Lebensmittelbetriebe reformieren.

Die bayerische Staatsregierung kündigt eine Reform der Überwachung großer Lebensmittelbetriebe an. Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) erklärte am Donnerstag, dass er die Kontrollen von großen Rinderställen und Schweinemastanlagen von den Landratsämtern abziehe und der zentralen Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) übertragen werden.

Hintergrund sind die durch SOKO Tierschutz bekannt gewordenen Tierschutzverstöße auf einem Milchviehbetrieb im Allgäu. Laut Glauber benötige Bayern angesichts der bedrückenden und nicht hinnehmbaren Zustände – wie er sagte – eine neue Kontrollstruktur. Die KBLV, die erst 2018 als Konsequenz aus dem Bayern-Ei-Skandal eingerichtet worden ist, sei dafür die richtige Behörde, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Die KBLV mit Sitz in Kulmbach und Erding ist bisher für die Überwachung von 600 Lebensmittel-Großbetrieben in ganz Bayern zuständig. Dazu zählen zum Beispiel Schlachthöfe, Molkereien, Fleischwarenhersteller und Großbäckereien, vor allem aber Eier-Lieferanten und Geflügelbetriebe mit 40 000 und mehr Mastplätzen, hat die Zeitung weiter erfahren.

Glauber will dazu 25 neue Planstellen schaffen und vier zusätzliche Kontrollteams einrichten. Vorgesehen sind auch je eine neue Außenstelle in Schwaben und in Franken. Auch für die Veterinärämter an den Landratsämtern kündigte Glauber Verstärkung an. Bis Ende 2020 sollen sie 20 zusätzliche Planstellen für Amtsveterinäre erhalten. Außerdem plant der Minister eine zentrale "Notalarm-Datei". Darin sollen die Zahl der Notschlachtungen, die Sterblichkeit und andere Parameter in den Nutzviehbetrieben zusammengefasst werden, die Hinweise auf das Tierwohl geben. "Wenn eine bestimmte Schwelle überschritten wird, dann wird gleichsam Notalarm ausgelöst", sagte Glauber.

CSU-Fraktion unterstützt Pläne für intensivere Hofkontrollen in Bayern

Eric Beißwenger (Bildquelle: www.eric-beisswenger.de)

Die CSU-Fraktion im bayerischen Landtag unterstützt die von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) im Umweltausschuss vorgestellten konkreten Verbesserungen bei der Überwachung von Großbetrieben.

Eric Beißwenger, umweltpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag: "Es ist absolut richtig, dass künftig auch komplexere Milchkuh- und Rinderzucht-Betriebe statt von den Landratsämtern von der Spezialbehörde KBLV überwacht werden. Mir ist es wichtig, dass hier entstehende Zusatzkosten durch die zwei neuen Standorte und 25 neue Stellen nicht in Frage gestellt werden. Wir müssen die Kontrollen intensivieren und optimieren, damit sich derartige Vorfälle nicht wiederholen."

Für Beißwenger steht auch fest, dass dieser Einzelfall nicht zu falschen pauschalen Eindrücken über alle Milchviehbetriebe in Bayern führen dürfe:

"Deshalb steht für uns die schnelle und lückenlose Aufklärung mit Einbeziehung der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen an erster Stelle."

Die Redaktion empfiehlt

In bayerischen Landratsämtern herrscht Tierarztmangel. Daher kommt rein statistisch auch nur alle 48 Jahre ein Amtsveterinär auf den Hof.

In Kempten trafen Tierrechtler von Soko Tierschutz in einer Diskussionsrunde auf Politiker aus dem bayerischen Landtag. Es ging um die Tierschutzverstöße auf einem Milchviehhof. Der BBV blieb fern.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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von Burkhard Diekmann

Kontrollwahnsinn, wenn euch sonst nichts mehr einfällt: Gute Nacht Landwirtschaft

Wer denkt er könne mit immer mehr Kontrollen solche Vorfälle wie in Bayern verhindern der irrt. Schon heute finden die meisten Landwirte kaum noch Zeit sich richtig um ihre eigentlichen Aufgaben ihres Berufes zu kümmern. Ständig gedengelt durch Kontrolleure, Aufzeichnungen für sinnlose Dokumentationen, Düngeverordnungen, Anträge für Subventionen, Nachhaltigkeitsdokumentationen für Milkmaster, QM oder QS usw. verhindern es sich bei ständig wachsender Arbeitsüberlastung sich um das wichtigste , nämlich das Wohl seiner eigenen Tiere und/ oder die Gesunderhaltung seines Bodens zu kümmern, wenn man ständig Sorge haben muss wieder an den Pranger gestellt zu werden oder mit Geldstrafen, Milchgeldabzügen usw. sanktioniert zu werden. Für wichtige Weiterbildungsmaßnahmen fehlt einem einfach die Zeit oder man hat einfach keine Energie mehr daran teil zu nehmen. Dazu kommen enorme Investitionen in neue Tierhaltungssysteme, Siloanlagen usw. die, auch wenn sie durch den Staat gefördert werden, durch ihre 12 jährige Zweckbindung für viele sinnlos erscheinen. Was soll der Landwirt tun der vielleicht nur noch 4, 5 oder 6 Jahre bis zur Rente hat. Dann ist anteiliges zurückzahlen angesagt. Tolle Hilfe!! Das wir uns nicht falsch verstehen, für die allermeisten Landwirte ist das Wohlergehen der eigenen Tiere das wichtigste, denn nur gesunde stressfreie Aufzucht in artgerechten Ställen ermöglicht es die genetisch vorhandene Leistungsbereitschaft eines Tieres abzurufen. Wer denkt irgendein Landwirt freut sich über ein krankes Tier der irrt gewaltig. Zu dem Fall in Bayern kann und will ich hier an dieser Stelle nicht urteilen. Dazu fehlen mir wichtige Fakten Bisher habe ich mit meiner Familie jede Preiskrise ausgehalten, aber was in der letzten Zeit an unsachgemäßer Kretik und Regulierung über die landwirtschaftlichen Familienbetriebe herein bricht ist oft einfach nur unvorstellbarer Inkompetenz. SOKO Tierschutz kann dann gern meinen Hof übernehmen, mir eine anständige Pacht zahlen und zeigen wie es richtig geht!!

von Burkhard Diekmann

Kontrollwahnsinn, wenn euch sonst nichts mehr einfällt: Gute Nacht Landwirtschaft

Wer denkt er könne mit immer mehr Kontrollen solche Vorfälle wie in Bayern verhindern der irrt. Schon heute finden die meisten Landwirte kaum noch Zeit sich richtig um ihre eigentlichen Aufgaben ihres Berufes zu kümmern. Ständig gedengelt durch Kontrolleure, Aufzeichnungen für sinnlose Dokumentationen, Düngeverordnungen, Anträge für Subventionen, Nachhaltigkeitsdokumentationen für Milkmaster, QM oder QS usw. verhindern es sich bei ständig wachsender Arbeitsüberlastung sich um das wichtigste , nämlich das Wohl seiner eigenen Tiere und/ oder die Gesunderhaltung seines Bodens zu kümmern, wenn man ständig Sorge haben muss wieder an den Pranger gestellt zu werden oder mit Geldstrafen, Milchgeldabzügen usw. sanktioniert zu werden. Für wichtige Weiterbildungsmaßnahmen fehlt einem einfach die Zeit oder man hat einfach keine Energie mehr daran teil zu nehmen. Dazu kommen enorme Investitionen in neue Tierhaltungssysteme, Siloanlagen usw. die, auch wenn sie durch den Staat gefördert werden, durch ihre 12 jährige Zweckbindung für viele sinnlos erscheinen. Was soll der Landwirt tun der vielleicht nur noch 4, 5 oder 6 Jahre bis zur Rente hat. Dann ist anteiliges zurückzahlen angesagt. Tolle Hilfe!! Das wir uns nicht falsch verstehen, für die allermeisten Landwirte ist das Wohlergehen der eigenen Tiere das wichtigste, denn nur gesunde stressfreie Aufzucht in artgerechten Ställen ermöglicht es die genetisch vorhandene Leistungsbereitschaft eines Tieres abzurufen. Wer denkt irgendein Landwirt freut sich über ein krankes Tier der irrt gewaltig. Zu dem Fall in Bayern kann und will ich hier an dieser Stelle nicht urteilen. Dazu fehlen mir wichtige Fakten Bisher habe ich mit meiner Familie jede Preiskrise ausgehalten, aber was in der letzten Zeit an unsachgemäßer Kretik und Regulierung über die landwirtschaftlichen Familienbetriebe herein bricht ist oft einfach nur unvorstellbarer Inkompetenz. SOKO Tierschutz kann dann gern meinen Hof übernehmen, mir eine anständige Pacht zahlen und zeigen wie es richtig geht!!

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