Bernhard Barkmann: „Mit Twitter am Puls der Zeit“

Mit seinem Webblog „BlogAgrar“ und dem gleichnamigen Twitter-Account hat es der Schweinemäster Bernhard Barkmann (43) aus dem emsländischen Messingen im Internet zu einiger Bekanntheit gebracht. Zu seinen Followern gehören z.B. Sebastian Balzter von der FAZ und das Robert Koch-Institut.

Blogger Bernhard Barkmann twittert mit Renate Künast. (Bildquelle: Meusener)

Mit seinem Webblog „BlogAgrar“ und dem gleichnamigen Twitter-Account hat es der Schweinemäster Bernhard Barkmann (43) aus dem emsländischen Messingen im Internet zu einiger Bekanntheit gebracht. Zu seinen Followern gehören z.B. Sebastian Balzter von der FAZ und das Robert Koch-Institut.

Vor Themen, die in der breiten Öffentlichkeit heiß diskutiert werden, scheut er dabei nicht zurück. Ob es um Glyphosat in Muttermilch und Bier geht oder darum, von und über Demos zu berichten: Twitter ist für ihn ein hilfreiches Werkzeug, um sich zu informieren und vernetzen.

Es ist ihm das wichtigste Anliegen, dass in der oft diffusen agrarpolitischen Diskussion auch die Position der Landwirte gehört wird. „Über Twitter kann ich z.B. ganz direkt Politiker ansprechen oder verfolgen, worüber NGOs aktuell berichten“, sagt er.

In den kurzen, nur 140 Zeichen langen „Tweets“, wie man die Twitter-Nachrichten nennt, unterrichten diese nämlich die Öffentlichkeit über ihre Aktivitäten. „Twitter ist heute die schnellste Möglichkeit, um Nachrichten weithin zu verbreiten und zu empfangen“, erzählt er. Über das „ReTweeten“ ist es beispielsweise möglich, die Nachricht eines anderen Benutzers aufzugreifen und an die eigenen Follower weiterzuleiten.

„Außerdem kann ich die Inhalte meines Blogs auf Twitter bewerben und so mehr Personen dazu bringen, sich mit agrarpolitischen Themen auseinanderzusetzen“, berichtet er. „Da musste ich aber auch erst einmal hineinwachsen.“ Sich unter Klarnamen zu brisanten Themen zu äußern und damit viel Ablehnung zu riskieren, musste Bernhard Barkmann erst lernen. „Anfangs habe ich Kommentare z.B. in Foren veröffentlicht – und das auch nicht unter meinem richtigen Namen.“

Twitter ist für ihn heute das Sprachrohr am Puls der Zeit. „Über Facebook kann man zwar Nachrichten verbreiten, aber ich mag es nicht, dass man dort z.B. ein Video, das man gesehen hat, schon nach kurzer Zeit nur schwer wiederfindet.“

Man kann Twitter auch wie eine Tageszeitung benutzen, um mitzulesen oder um aktivere Benutzer zu unterstützen, ohne selbst etwas zu veröffentlichen. In anderen Netzwerken wie Facebook ist es zudem so, dass die Kommentare nicht in einer zeitlichen Abfolge stehen, sondern nach ihrer Bewertung sortiert sind. „Sorgt man durch eine Bewertung dafür, dass positive Meinungen zur Landwirtschaft mehr Beachtung finden, kann das zu einer ausgeglichenen Diskussion beitragen“, ist Bernhard Barkmann überzeugt.

Schauen Sie auch mal beim Twitter-Profil von top agrar vorbei: http://twitter.com/topagrar

Artikel geschrieben von

Katharina Meusener

Redakteurin Landleben

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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