Bonde: Mit Eiweißinitiative gegen Gentechnik

Die Eiweißinitiative des Landes Baden-Württemberg ist aus Sicht von Agrarminister Alexander Bonde ein wichtiger Beitrag, die gentechnikfreie Landwirtschaft auch für die Zukunft zu sichern. „Unsere Initiative hat wesentliche Impulse zur Ausdehnung des Anbaus von heimischen Eiweißpflanzen wie Soja oder Erbsen gegeben.

Die Eiweißinitiative des Landes Baden-Württemberg ist aus Sicht von Agrarminister Alexander Bonde ein wichtiger Beitrag, die gentechnikfreie Landwirtschaft auch für die Zukunft zu sichern.
„Unsere Initiative hat wesentliche Impulse zur Ausdehnung des Anbaus von heimischen Eiweißpflanzen wie Soja oder Erbsen in Baden-Württemberg gegeben. Sie unterstützt den Anbau von Eiweißpflanzen (Leguminosen) durch intensive Beratung und Begleitung des Anbaus in Demonstrationsbetrieben. Die Initiative ist von großer Bedeutung, wenn es darum geht, das Land unabhängiger von Importen gentechnisch veränderter Futtermittel aus dem Ausland zu machen“, sagte Bonde am Montag bei der Besichtigung von Sojaflächen auf dem Mühlfeldhof der Familie Back in Philippsburg (Landkreis Karlsruhe).

„Pflanzliches Eiweiß brauchen wir vor allem zur Fütterung unserer Nutztiere. Der Eiweißbedarf kann nicht vollständig aus heimischer Produktion gestillt werden – aber die Importe müssen verringert werden, um Baden-Württemberg unabhängiger von Eiweißlieferungen aus dem Ausland zu machen", so der Grünen-Politiker weiter.
Gerade in Süd- und Nordamerika sei Gentechnik bei Soja fast immer die Regel. Die meisten Verbraucher wollten aber keine gentechnisch veränderten Lebensmittel auf ihren Tellern. Für gentechnikfreie Lebensmittel sei es wichtig, dass auch Futtermittel ohne Gentechnik zum Einsatz kommen. Daher hält es der Minister für sehr erfreulich, dass der Sojaanbau in seinem Land im Vergleich zum vergangenen Jahr verdoppelt wurde. Jüngsten Zahlen zufolge werden nun auf über 5.800 Hektar Sojapflanzen angebaut.
Von Beratung bis Forschung: Umfangreiche Eiweißinitiative
Ziel der Eiweißinitiative sei es, den Anbau von Eiweißpflanzen in Baden-Württemberg weiter auszudehnen. Zentrale Elemente der Initiative des Landes seien eine intensive Beratung sowie die Demonstration von Anbauverfahren für Landwirte, die in den Anbau von Eiweißpflanzen neu einsteigen wollten, so Bonde weiter. Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Karlsruhe und das Landwirtschaftliche Zentrum in Aulendorf unterstützten diese Betriebe bei Fragen rund um den Acker- und den Futterbau. Dazu sei ein Netz von rund 20 konventionellen und ökologischen Demonstrationsbetrieben eingerichtet worden, die intensiv vom Land betreut werden – einer dieser Vorzeigebetriebe sei derjenige der Familie Back in Philippsburg.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Arbeiten auf einer 840.000-Hektar-Farm

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