CDU Niedersachsen fordert alle Nitrat-Messwerte zu überprüfen Premium

Die Niedersächsische CDU fordert ihren Umweltminister von der SPD auf, das Nitrat-Messnetz zu überprüfen. Als Vorbild gibt sie das Land Nordrhein-Westfalen an. Für die Abgrenzung der nitratbelasteten Gebiete sollen mehr Messstellen herangezogen werden.

Der Landesvorsitzende der CDU in Niedersachsen, Bernd Althusmann, fordert eine Überprüfung der Nitrat-Messstellen in Niedersachsen. „Neben verbesserten Düngemaßnahmen müssen wir die Messstellen einer kritischen Prüfung unterziehen“, sagte er. Einzelprüfungen im Nachbarland Nordrhein-Westfalen hätten gezeigt, dass Messverfahren fehleranfällig sind oder es neben der Düngung auch andere Ursachen für hohe Nitratwerte gebe, so Althusmann weiter. „Ich empfehle dem niedersächsischen Umweltminister, es seiner Kollegin aus Nordrhein-Westfalen gleichzutun und auch ...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Gerner

Die Forderung darf keine rein Niedersächsische bleiben!

In allen Bundesländern bzw. auf Bundesebene gehören die Forderungen umgesetzt. Dann erledigt sich das Theater um Verschärfungen der Düngeverordnung von selbst und endlich könnten die Medien wieder berichten, dass wir gutes Grund- und Trinkwasser haben.

von Gerhard Steffek

@Paul Siewecke

Die Messwerte der Trinkwasserbrunnen sind nicht mit denen zu vergleichen die für die Nitratmesswerte herangezogen wurden. Besonders beim Oldenburgisch-Ostfriesischem Wasserverband wird das deutlich. Dieser holt zum Teil sein Wasser aus ca. 100 Meter Tiefe heraus mit einem Nitratgehalt von 5 mg/l heraus, während man gleichzeitig im oberen Bereich, im oberen Grundwasserstockwerk, durchaus höhere Werte haben kann. Der OOWV ist deshalb ein entsprechender Treiber der ganzen Nitratmesswerte, weil er befürchtet das irgendwann die hohen Nitratwerte nach unten durchschlagen und das Wasser dann aufwändig aufbereitet werden muß, denn ausgerechnet der OOWV hat das Problem das er aus relativ wenig Trinkwasserbrunnen (267 Brunnen und 15 Wasserwerke, worin die Wässer der Brunnen gesammelt und aufbereitet werden) eine knappe Million Menschen versorgt (siehe seine Webseite oder Wikipedia). Er ist somit selber alles andere als nachhaltig, da er ziemlich konzentriert auf die 15 Wasserwerke das Wasser im Untergrund absaugt. Damit der OOWV also sich sein sauberes Wasser erhalten kann, dafür sollen die Bauern den Kopf hinhalten. Allerdings, bedenke ich die moorigen Böden in dieser Gegend, wird das für die Bauern dort ein Ding der Unmöglichkeit sein, denn schon alleine die Böden beinhalten ja ein riesiges Stickstoffpotential. Aber irgendeinen Buhmann braucht man ja. Wie mit dem Phosphor in Hessens Flüssen.

von Edelhard Brinkmann

@ Nuscheler

Die halten uns für völlig Blöde.

von Paul Siewecke

Was mir auch noch seltsam erscheint...

Das Nitrat im Trinkwasser ist "böse", weil es im Körper zu Nitrit umgewandelt wird und dann als krebserregend gilt. Gut, das wollen wir mal so hinnehmen.... Aber warum wird dann als Fleischrötungsmittel nur Nitrit-Pökelsalz zugelassen, ist das denn besser? Ich erinnere mich, dass unlängst durch einen Fleischermeister ein Rötungsmittel auf Rote-Beete-Basis entwickelt wurde (um das krebserregende Nitrit aus der Wurst zu bekommen!), dieses aber als solches keine Zulassung erhielt! Seltsam oder? Und noch etwas: warum nimmt man nicht einfach die Messwerte der Brunnen unserer Trinkwasserversorger für das Messnetz her? Warum wird nicht wirkliche Ursachenforschung bei Grenzwertüberschreitungen betrieben? Warum nur pauschal auf die Landwirte dreschen? Sind wohl die einzigen, die wenige sind und dafür aber öffentlich zu sehen sind und sich selbst meistens nicht wehren können...

von Wilhelm Grimm

Ja meine Herren Mitstreiter, es ist spät.

Aber wenn sich jetzt was bewegt, kucken wir nach vorne. Es ist nie zu spät.

von Hermann Kamm

Ach nee!!!!!!!!!

sind die Politiker jetzt auch mal drauf gekommen das die Messungen der wenigen Messstellen fehlerhaft sein können???????????? Bald genug sind sie ja wenigstens dran. Das ganze Thema stinkt doch schon zum Himmel.

von Joachim Nuscheler

Ernsthaft jetzt?

Nach bald 10 Jahren Diskussion über die Düngeverordnung und dem folgenden Theater fällt denen jetzt 1 Monat vor der Europawahl ein, man könnte alle Meßstellen überprüfen. Für wie blöd halten die uns eigentlich?

von Edelhard Brinkmann

Atmet noch ¿????

Fragt sich wie lange noch ????? !!!!!!

von Gregor Grosse-Kock

Überprüfen

Haben wir bestimmt nicht dem DBV zu Verdanken und ganz bestimmt nicht Hr Röring mit seiner Strategie Nachhaltigkeit, ohne seine Mitglieder zu fragen, alles voll verkopp gegangen. Bitte Hr Röring und auch Ruckwied geben Sie ihre Verantwortung weiter an Umsichtigere!!!

von Wilhelm Grimm

Aber Frau Klöckner

hat sich zum Nitratbetrug in Münster nicht geäußert.

von Wilhelm Grimm

Donnerwetter,

Die CDU atmet noch !

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