Personalie

CSU fordert Rückzug von Tumbrinck aus dem BMU

Die CSU legt dem Unterabteilungsleiter im Bundesumweltministerium (BMU), Josef Tumbrinck, nahe, seinen Posten zu räumen. Dem BMU wirft sie „Spezlwirtschaft“ vor.

Der CSU Bundestagsabgeordnete, Artur Auernhammer, fordert den Rückzug des Unterabteilungsleiter „Naturschutz“ im BMU, Josef Tumbrinck. „Josef Tumbrinck kann jetzt nur noch den Posten des Unterabteilungsleiters räumen. Freiwillig und auf schnellstem Wege sollte er die Bundesverwaltung wieder verlassen“, sagte Auernhammer am Montag.

Derzeit muss das BMU die Stelle des Leiters der Unterabteilung Naturschutz 1 im Ministerium neu ausschreiben. Das Kölner Verwaltungsgericht hatte der Klage eines Mitbewerbers um Tumbrincks Stelle Recht gegeben. Dieser hatte sich durch die Stellenausschreibung vom Bewerbungsverfahren ausgeschlossen gesehen. Gesucht wurde seinerzeit ein Bewerber mit naturwissenschaftlichem Studium für die mit der Besoldungsstufe B6 (knapp 9.900 Euro) dotierte Stelle. Im April hatte Bundesumweltministerin Svenja Schulze den früheren Nabu-Landesvorsitzenden von Nordrhein-Westfalen, Josef Tumbrinck, in das Amt berufen.

Auernhammer sieht in der Sache „Schaden für die gesamte Bundesregierung“. Diese verliere ohne ein Zurückrudern von Tumbrinck und Schulze „ein weiteres Stück Vertrauen bei den Bürgerinnen und Bürgern“, so Auernhammer weiter. „Im nun anstehenden wiederholten Ausschreibungsverfahren kann es ohne faden Beigeschmack jedenfalls nicht möglich sein, dass die Wahl der Bundesumweltministerin wieder auf Tumbrinck fällt“, sagte der CSU-Agrarpolitiker.

Auernhammer weitet seine Kritik am BMU über die Personalentscheidung für Tumbrinck hinaus aus. „Umstrittene Personalentscheidungen sind im Bundesumweltministerium an der Tagesordnung. Der derzeitige Staatssekretär, Jochen Flasbarth, hat seinen Job auch der grün-roten Spezlwirtschaft zu verdanken“, beschwert sich Auernhammer. Flasbarth kommt als Volkswirt, Philosoph und Politikwissenschaftler ebenfalls vom Naturschutzbund Deutschland. Dieser habe keine naturwissenschaftliche und fachbezogene akademische Ausbildung, moniert Auernhammer. Das Bundeskabinett ruft Auernhammer auf, künftig einen Ehrenkodex bei Personalbesetzungen unterhalb der Ebene politischer Beamter vorzusehen und einzuhalten.

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Wegen nicht erklärbaren Auswahlkriterien bei der Besetzung der Stelle des Leiters der Abteilung Naturschutz muss das Umweltministerium die Stelle neu ausschreiben. Seit April hat sie Josef Tumbrinck.

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Paul Siewecke

Das der Begriff "Spezlwirtschaft" von Seiten der CSU angebracht wird entbehrt nicht einer gewissen Ironie! (bei aller Berechtigung der Vorwürfe!)

von Henrik Plaas-Beisemann

Tumbrinck

Egal wie das gelaufen ist, als Nabu-Vorsitzender in NRW gehörte er zu den Nabu-Leuten mit denen man sachlich diskutieren konnte, auch wenn man nicht immer einen Konsens gefunden hat.

von Ahrend Höper

Auernhammer, fordert den Rückzug...

MdB Auernhammer fordert völlig zu Recht den Rücktritt von Tumbrinck! Auch die Anmerkung mit dem Ehrenkodex bei Politikern ist total berechtigt! Auernhammer sollte den Rücktritt von dem selbst ernannten Fachmann Flasbarth, der auf seinem Posten absolut die totale Fehlbesetzung ist , und Ministerin Schulze fordern, denn die sind die 2 verantwortlichen für die "Postenschacherei"! Ehrenkodex von diesen "links grünen Spinnern" ( frei nach BP Gauck) einzufordern, macht genau soviel Sinn wie einer Kuh den Sonntag zu erklären. Schon zu Zeiten als Künast und Tritin Ministerposten bekleideten fehlte den Grünen der Ehrenkodex bei der Postenschacherei! Allerdings hat MP Günther auch schnell dazu gelernt und besetzt in S-H laufend Posten nach Gutsherrenart mit Familienmitgliedern! Also auch die CDU inclusive der Kanzlerin haben sich lange vom Ehrenkodex verabschiedet!

von Steffen Ehrlich

es ist doch egal, ob er geht oder bleibt

Unser Land wird von diesen sogenannten Naturschützern, Tierschützern, Klimarettern und Gutmenschen vereinnahmt, mitgetragen von den Medien, den Lehrern, den Kirchen. Sie nisten sich in den Behörden ein, verbreiten Unwahrheiten über sämtliche Netzwerke, nur um ihre Ideologie durchzusetzen. Wenn das so weiter geht, wird es eines Tages ein bitter,bitterböses Erwachen geben. Aber scheinbar hat es dieses Land nicht anders verdient. Leider.

von Jens Haman

Herr Uken: Damit auf EU- Ebene richtig vom Leder gezogen werden kann???

von Gerd Uken

❓❓‼️

Früher wurden unliebsame Personen weggelobt- am besten nach Brüssel......

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