Handelsstreit

Einkommen der US-Farmer zum Jahresauftakt kräftig gesunken

Der Handelskrieg mit China, niedrige Agrarpreise und einer Reihe von Naturkatastrophen haben die Einkommen der US-Farmer belastet. Präsident Donald Trump hat nun ein Problem, weil die Farmer für ihn eine große Wählergruppe sind.

Die Landwirte in den USA haben im ersten Quartal 2019 kräftige Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Das US-Handelsministerium in Washington bezifferte die Agrareinkommen für den Berichtszeitraum auf insgesamt 36,10 Mrd $ (32,38 Mrd Euro); das wäre im Vergleich zum vierten Quartal 2018 ein Rückgang um umgerechnet 10,58 Mrd Euro oder 24,6 % und damit das größte Minus seit dem ersten Quartal 2016.

Diese negative Entwicklung beeinträchtigte nach Berechnungen der Washingtoner Beamten spürbar das gesamte Wachstum der privaten Einkommen im März, obwohl die Landwirte nur 2 % der Beschäftigten in den USA ausmachten.

Das Ministerium begründete die Einkommenseinbußen in der Landwirtschaft mit den zunehmenden finanziellen Belastungen durch den Handelskrieg zwischen den USA und China sowie mit niedrigen Agrarpreisen und einer Reihe von Naturkatastrophen. Nach Einschätzung der US-Analysten erhöht die negative Entwicklung den politischen Druck auf Washington, den Handelskonflikt mit dem „Reich der Mitte“ zu beenden. Die Landwirte sind eine wichtige Wählerklientel von US-Präsident Donald Trump.

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Unterdessen erklärte Larry Kudlow, der oberste Wirtschaftsberater des Präsidenten, das Weiße Haus sei darauf vorbereitet, die Farmer noch mehr als bisher zu unterstützen. Bislang stellte die US-Regierung zum Ausgleich von Einbußen durch den Handelskonflikt insgesamt rund 10,8 Mrd Euro zur Verfügung. Derweil klagen die Farmer und Rancher in Kalifornien zunehmend über Arbeitskräftemangel. Eine Umfrage des kalifornischen Bauernverbandes (CFBF) und der Universität von Kalifornien zufolge brennt diese Problematik 56 % der Landwirte unter den Nägeln. CFBF-Präsident Jamie Johansson forderte deshalb ein verbessertes Einwanderungssystem, das interessierte Arbeitnehmer mit den landwirtschaftlichen Arbeitgebern effektiver in Kontakt bringen müsse.

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Agra Europe (AgE)

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

Die Trump-Regierung nimmt die Probleme der Bauern wahr, auch wenn die nur 2% sind!

Söder und seine Regierung kümmern sich lieber um die Träumer und Volksbegehrer und nehmen die Probleme der Bauern nicht wahr.

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