Ernteversicherung für die EU-Agrarpolitik vorgeschlagen

Litauen sich will sich für verbesserte Rahmenbedingungen beim Risikomanagement im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 einsetzen. Das hat der litauische Landwirtschaftsminister Bronius Markauskas bei einem Meinungsaustausch mit dem Vorstand der Vereinigten Hagel, Dr. Rainer Langner, angekündigt.

Litauen sich will sich für verbesserte Rahmenbedingungen beim Risikomanagement im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 einsetzen. Das hat der neue litauische Landwirtschaftsminister Bronius Markauskas bei einem Meinungsaustausch mit dem Vorstand der Vereinigten Hagelversicherung, Dr. Rainer Langner, angekündigt.

Der Minister lobte die Risikopartnerschaft zwischen der Europäischen Union, dem litauischen Staat, den Landwirten und der Vereinigten Hagelversicherung als Erfolgsmodell, das auch künftig weiterentwickelt werden sollte. Es komme darauf an, rechtzeitig die Weichen für eine Weiterentwicklung dieses Modells zu stellen, zitierte das Unternehmen Markauskas. Dieser habe zudem versichert, dass die staatlich unterstützte Mehrgefahrenversicherung auch weiterhin ein zentrales agrarpolitisches Instrument Litauens im Risikomanagement gegen Wetterextreme bleiben werde.

Langner wies darauf hin, dass es seit dem Beginn der Aktivitäten der Hagelversicherung in Litauen vor zehn Jahren schwere Dürre- und Auswinterungsschäden in der dortigen Landwirtschaft gegeben habe. Nur mit der Risikopartnerschaft sei es gelungen, diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern und die Liquidität der geschädigten Betriebe zu sichern.

Auch in Luxemburg setzt die Politik auf das Instrument der Risikoabsicherung. Bei einem Treffen mit Langner kündigte der luxemburgische Agrarminister Fernand Etgen vergangene Woche an, dass das seit vielen Jahren erfolgreiche Angebot zum Risikomanagement für die Landwirte im Großherzogtum ab diesem Jahr um eine Mehrgefahrenversicherung für Gemüse und eine Indexversicherung für Trockenheit im Grünland erweitert werde. Details dazu würden in Kürze vorgestellt.

Mit der Erweiterung dieser Produktpalette stünden den Landwirten umfangreiche Absicherungsmöglichkeiten zur Verfügung, betonte Etgen. Die Bauern erhielten für ihre Prämienzahlungen eine staatliche Unterstützung von 65 %. Diese Förderung habe dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren eine hohe Durchversicherung erreicht worden sei. Dadurch seien viele Landwirte vor erheblichen monetären Schäden bewahrt worden.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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