EU verlangt noch weitere Verschärfung der Düngeverordnung Premium

Der EU-Kommission reichen die Pläne der Bundesregierung zur Verschärfung der Düngeverordnung immer noch nicht aus. Sie fordert längere Sperrzeiten und striktere Regeln für die Ausbringung von Düngemitteln in Hanglagen. Außerdem soll Deutschland die Änderungen schneller als geplant umsetzen.

Die Bundesregierung erleidet mit ihren Vorschlägen für eine Verschärfung der Düngeverordnung in Brüssel eine Niederlage. EU-Umweltkommissar Karmenu Vella verlangt von Deutschland weitere Nachbesserungen und einen ambitionierteren Zeitplan. Die Bundesregierung müsse weiterhin die „ausstehenden Probleme der Sperrzeiten und der Düngerausbringung auf stark geneigten Böden im Einklang mit dem EuGH Urteil“ lösen, schreibt Vella in dieser Woche in einem Brief an die Bundesministerinnen für Umwelt und Landwirtschaft, Schulze und Klöckner, der top agrar vorliegt. Er empfehle „nachdrücklich“ die weiteren Änderungen vorzubereiten und der EU-Kommission bis Ende März 2019 mitzuteilen, heißt es in dem Brief weiter.

Umsetzung bis Mai 2020 reicht nicht

Unzufrieden ist die EU-Kommission auch mit dem Zeitplan, den die Bundesregierung sich für die Verschärfung der Düngeverordnung gesetzt hatte. Die ...

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Acker & Agrarwetter / News

Neue Düngeverordnung soll ab Mai 2020 gelten

vor von Stefanie Awater-Esper

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In der Debatte um die erneute Verschärfung der Düngeverordnung legt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, nach. Dabei geht er auch die Bundesregierung an. Vor allem die ...

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Bundesregierung plant weitere Verschärfungen in der Düngeverordnung

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Bernd Keil

Dänemark?!? seit 2016 >200 kg/ha N

Tja, warum schaut man nicht mal zu den Nachbarn die diese Düngung 20 Jahre durchgezogen haben. Das Ergebnis war ein Abbau des Humus, HÖHERE Nitratfrachten (wegen weniger Humus, damit weniger C-Bindung) und schlechte Qualitäten bei sinkenden Erträgen. Nun fängt die EU in D an weil der deutsche Michel nicht in der Lage ist die Meßstellen nach Normen zu setzen. Ist doch passend, man gibt falsche Werte vor und wird für diese Werte auch noch bestraft. Die Finanzminister der EU freuen sich .... endlich mal einer der für seine eigene Blödheit auch noch bezahlt. Zurück zu DK .... seit 2016 sind in DK wieder N Mengen > 230 kg/ha erlaubt ..... wegen sinkender Bodenfruchtbarkeit ...

von Edelhard Brinkmann

Das ist erst der Anfang

Das Ende wird fürchterlich wenn wir Landwirte nicht aufpassen. Der nächste Streich ist es die Kinder auf die Straße zu schicken und dann sind alle Mütter und Väter mit im Boot. Egal für was oder gegen was wir sind drann.

von Rudolf Herms

Wahlen zum Europaparlament im Mai

Bis zu diesem Zeitpunkt kann man möglicherweise was erreichen. Also lieber Bauernverband machen Sie jetzt etwas ab Juni wird es nicht einfacher.

von Georg Götz

Woher kommen die hohen Nitratwerte in den Wäldern wo keine Düngung stattfindet?

Auf all unseren Flächen wird illegal Stickstoff abgeladen wo dann eine Kreislaufwirtschaft unserer eigenen Wirtschaftsdünger einschränkt, verursacht durch Verkehrs- und Industrieabgase .Nachzulesen bei Überdüngung durch 3-Wegekath bei Prof.Frahms Uni Bonn. Er schreibt wir werden dadurch zu einer Güllewüste. Das gleiche wird erklärt im Forschungsprojekt Fürstenfeldbruck mit Nitratwerten in einem Waldstück von 1000 ha. Nitratwerte von 45 mg. In dieser Feldstudie wird als Sanierunsmassnahme empfohlen Reduzierung Verkehrs- und Industrieabgasen. All diese Stickstoffqellen belasten unsere Böden und schränken die Wirtschaftsdünger-Ausbringung stark ein. Die Landwirte sind dann die wo das Grundwasser belasten. Über die wirklichen Ursachen wird nicht diskutiert. Damit das so stattfindet bestätigten mir 2 Kläranlagen -Arbeiter. Sie bestätigten mir wiederholt, nach einer Trockenperiode bekommen sie in die Kläranlage hochkonzenriertes Nitratwasser. Dieses stammt von Dächern und Strassen, wo durch den Niederschlag angespült wird. Das ist der Beweis das die Landwirtschaft für die Verursachung der Allgemeinheit und der Industrie bestraft wird. Ich Frage mich wo bleibt hier der Ton unserer Berufsvertretung, ich habe den Eindruck die gibt's nicht mehr. Oder wird hier alles ignoriert, weil man kann ja mit Berechnungen wie z.B Stoffstrombilanz Geld verdienen.

von Hubert Dabbelt

Man sollte doch glauben Brüssel hätte wichtigere Baustellen. Aber frei nach Wilhelm Busch, wehe wehe wenn ich auf das Ende sehe.

von Gregor Grosse-Kock

Warum

Mussten unsere deutschen Umwelt und Landwirtschaftministetien, solche ambitionierten Ziele nach Brüssel melden? Ohne Verstand Aber noch schlimmer ist Hr Röring der die ganze Zeit den Schlaf der Gerechten gehalten hat. Im Vorfeld keine Warnung, alles war Still. Bei der Kundgebung gehört Ihm der Stuhl vor die Tür gesetzt und auch Hr Ruckwied, über soviel suboptimales Verhalten sollte man sich nicht nur Ärgern!!! Alles geht zu Verhandeln nichts ist Alternativlos!!! Aber ob Wir unseren kraftlosen Oberbauern das überlassen sollen???

von Eike Bruns

Die AFD fordert eine grundlegende Reform der EU alternativ den Austritt....

Diese Woche auf einer Geflügelmäster Versammlung: Kauft keinen Dänischen Weizen der hat niedrige Proteingehalte wegen der DüngeVerordnung. Wenn also jetzt gutes Getreide infolge der immer mehr angezogenen Düngevorgaben knapp wird woher kommt es dann und wer hat dann wohl einen Vorteil. In der DGS stand das wir in D nur 90 % aller Lebensmittel (durschnitt der Produktgruppen) selbst erzeugen wo kommt der Rest her wenn die DüVO noch weiter angezogen wird etc......

von Werner Augustin

USA will unsere Autoindustrie zerstören und EU unsere Landwirtschaft und unsere Regierung hilft bei beidem noch mit.

von Klaus Fiederling

Semper idem!

Nachtrag: Es erschließt sich hoffentlich aus dem eingestellten Beitrag von „Report München“ selbstredend die Forderung aller EU-Bauern, dass eine Gleichheit jeden Bürgers nach der Europäischen Menschenrechtscharta rechtsverbindlich gelten sollte; mithin für sämtliche EU-Standorte in der Landwirtschaft gleichlautende Bedingungen anzuwenden sind; insbesondere unsere geistigen Eliten sollten sich einer solchen verpflichtenden Grundsätzlichkeit nicht gebetsmühlenartig immer wieder entziehen!

von Erwin Schneiderbauer

Wie sagte einst Nelson Mandela!

Narren vermehren sich, wenn die klugen schweigen..... Es wird Zeit für einen Aufstand gegen diese Wegelagerer!!

von Klaus Fiederling

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit - bäuerliches Frustspiel in wie vielen Akten?

Die zwischenzeitlich extrem gestählte Hartnäckigkeit seitens der EU-Kommission in dieser Thematik verlangt jetzt endlich in logischer Konsequenz eine krisenfeste Handlungsfähigkeit dahingehend, dass endlich jene Protagonisten verantwortlich mit ins Boot zu nehmen sind, die schließlich maßgeblich auch das jetzige Desaster verschulden. Schaut euch vollkommen unvoreingenommen gegenüberstellend im Vergleich alte Skripte und Lehrbücher von vor 30, 20 und 10 Jahren an und nehmt hernach eine sachlich neutrale Bewertung zu den heutigen Einlassungen vor. // Ehrlicherweise muss man dabei jedoch auch erkennen, dass die Hauptprofiteure selbiger Entwicklungen die Flächeneigentümer allesamt sind, nachdem im wahrsten Sinne unsere wertvollste Ressource BODEN im Verlauf eine grandiose Wertsteigerung erfahren durfte, was leider permanent zu einer weiteren Verknappung führt, Begehrlichkeiten der besonderen Art weckt. // Unverrückbar fest steht allerdings auch die überaus berechtigte Forderung im Raum, nunmehr umgehend das die Bauern ohnedies bereits extrem geißelnde Pamphlet der „Einheitsbedingungen des deutschen Getreidehandels“ den aktuellen Gegebenheiten und Erfordernissen umgehend anzupassen, nachdem ohnedies schon jetzt die Wertschöpfung für die bäuerlichen Roherzeugnisse mehrheitlich in wessen Kanäle fließt!? // Nachstehend noch ein Link von Report München, der nicht nur uns Bauern zum Nachdenken anregen sollte, sondern insbesondere auch eine Vielzahl von Verbrauchern, die ihre ganzjährig hemmungslosen Gelüste nach solchen fraglichen „Gaumenfreuden“ einmal selbstkritisch hinterfragen sollen! - https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/report-muenchen/videos/gemuese-aus-italien-report-muenchen-video-100.html

von Franz Josef Aussel

Mobbing

Die Vorwürfe der EU sind unberechtigt, da die deutsche Landwirtschaft stärker kontrolliert wird als in anderen EU–Staaten. Die Bundesregierung sollte die Zahlung der Mitgliedsbeiträge stoppen, dann kann man vernünftig Verhandeln!

von Georg Summerer

Messstellen

MELDET ENDLICH ALLE MESSSTELLEN. Sonst müsste eine Anzeige wegen Betrug möglich sein.

von Hendrik Hueske

Alles Melden

Erst wenn Deutschland alle Nitratwerte aller Brunnen meldet werden wir sehen, das es in Deutschland das wohl sauberste Grundwasser gibt. Interresant war vor einigen Wochen ein Artikel bei uns (Kr Borken, NRW) in der Zeitung, das es im ganzen Kreisgebiet weniger als fünf Prozent Brunnen mit über 50mg Nitat gibt. Und diese sind auch noch auffällig alle um ein Gemüsewerk herum. Aber mehr als 50% aller Werte sind unter 10mg. Da fragt man sich schon, warum dann der Ganze Kreis rotes Gebiet ist.

von Bernd Schmitz

Zu hoch gepokert,

würde ich das nennen. Die CDU-Regierung der letzten 14 Jahre hat es versäumt, die notwendigen Regulierungen zur passenden Zeit in massvoller Weise anzugehen. Statt den immer höheren Viehdichten und zunehmender Intensität als Reaktion auf die viel zu niedrigen Erzeugerpreise tatenlos zuzuschauen, wäre eine Ehrlichkeit gegenüber den Bauern notwendig. Dieses Desaster rund um die Dünge-VO zeigt uns doch ganz klar, dass wir landwirtschaftliche Erzeugung nicht der Willkür des freien Marktes überlassen können. Unsere hochsensible Umwelt straft die Verfechter von Wachsen und Weichen nun Lügen. Ausbaden müssen es die Familien auf den Höfen, die den Vertretern in Politik und Berufsvertretung geglaubt haben.

von Philipp Schmid

Europawahl

Ende Mai wird das europäische Parlament gewählt. Ich kann sehr gut verstehen das die EU- kritischen Parteien immer mehr Zulauf bekommen. Die EU gehört grundlegend reformiert oder komplett eingestampft .

von Volker Grabenhorst

Eingriff ins Eigentum

Wenn ich als Landwirt eine Kultur nicht mehr bedarfsgerecht düngen darf, ist das ein klarer Eingriff in meine Eigentumsrechte! Der Bauernverband sollte hiergegen schnellstmöglich Verfassungsklage erheben- macht man aber nicht, man hat ja schließlich das gleiche Parteibuch in der Tasche, wie die Grinseministerin

von Hermann Freese

und was tut der deutsche Bauer? Jammern und weitermachen, wie immer. Leute ich habe EIN mal gehört, dass am 4.4. in Münster eine Demo sein soll, gegen diesen Nitratirsinn. Warum nur einmal? Warum teilt das keiner (und kommt auch wohl kaum jemand)? Warum veranstaltet der DBV nichts? In Frankreich würde es jetzt brennen aber hier? Ich Schlage Demos in jeder Landeshauptstadt vor und jedes Mitglied des DBV sollte jenem in den Arsch treten und ihnen sagen, dass bei der abzusehenden Entwicklung eine ganze Menge Mitgleider den Beitrag lieber in den eigenen Lebensunterhalt stecken werden.

von Kurt Brauchle

Ich höre

unsere "Freunde" schon jauchzen und frolocken. Die Saat (Meldung der Ergebnisse des Nitratbelastungsmeßnetzes) geht auf. Wie schon mal von mir geschrieben, es wird so weiter gehen bis zum Sankt Nimmerleinstag, und das wie man sieht im Galopp.

von Christoph Blankenburg

Brüssel spielt mit dem Feuer

Die bisherigen Kommentare machen es schon deutlich. Die Menschen wollen nicht in so massiver Weise von Bürokraten aus Brüssel bevormundet werden. Die EU brauchen wir für Frieden und Zusammenhalt, für Handel, Reisefreiheit und die Sicherung unserer Außengrenzen. Wir Europäer sind historisch sehr unterschiedlich geprägt und deshalb verbietet es sich, dass Brüssel soweit in die Nationalstaaten hineinregiert. Die kritischen bis populistischen Parteien haben immer mehr Zulauf, die etablierten Parteien fürchten schon jetzt die Europawahlen, aber Brüssel tut sich schwer, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Menschlich mag es vielleicht nachvollziehbar sein, dass man als Kommissar aus einem fußkranken Staat den prosperierenden Staaten in der EU versucht Steine in den Weg zu legen, aber das ist nicht zu Ende gedacht. Schließlich können die Empfänger von EU- Geld nur von den Nettozahlern unterstützt werden.

von Renke Renken

Dann haben

unsere hoch- und überbezahlten Staatsdiener mit ihren getürkten Meldungen hinsichtlich der Nitratwerte ihr Ziel ja erreicht. Herzlichen Glückwunsch an alle , die darin involviert waren

von Rudolf Rößle

Wie

sieht und kontrolliert ist es in anderen EU- Ländern. Von Spanien hört man nichts, obwohl die Zucht und Mastschweine massiv aufgestockt wurden. Sie haben klimatisch auch noch niedere Erträge.

von Frank Groenewold

Scheiß EU, die sind krank schwer krank

von Renke Renken

Dieses Gebilde EU knallt vor die Wand,

und schuld hat jeder einzelne Politiker und Sesselsitzer in den EU - Behörden, die müssen sich doch nicht wundern, wenn keiner diese Idee vom vereinten Europa mitgeht.

von Karlheinz Gruber

Eigentlich bin ich ein überzeugter Europäer

aber jetzt bin ich auch für einen Drexit. Einfach nur Fordern, fordern, fordern..... Und das gegen alle Vernunft. Wo bleibt die Zeit für eine Evaluierung in z. B. 2 Jahren. Bei den Autos, die bewußt beschissen haben dass sich die Balken biegen. Von den anderen Industriezweigen noch gar nicht gesprochen. Wie die Hofiert werden. Da wird bis jetzt noch Diskutiert und keine Strafen auferlegt. Die deutsche Landwirtschaft muß anscheinend vernichtet werden, damit unsere Industrie die Autos überall hin liefern kann, um dann von denen die Lebensmittel zu importieren. Daher bin ich ab jetzt auch für einen Drexit. Irgendwann ist genug. Wenn die Dummheit zu regieren anfängt, ist es Zeit zu gehen. Und zwar Schleunigst.

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