Feuchte Gebiete werden noch feuchter, trockene noch trockener

Der Klimawandel zeigt sich nicht nur in einem globalen Temperaturanstieg, sondern auch in einem veränderten Niederschlagsverhalten. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, haben die jährlichen Niederschläge in Deutschland seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahresmittelmittel um 10 % zugenommen.

Der Klimawandel zeigt sich nicht nur in einem globalen Temperaturanstieg, sondern auch in einem veränderten Niederschlagsverhalten. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, haben die jährlichen Niederschläge in Deutschland seit dem Beginn der Aufzeichnungen Ende des 19. Jahrhunderts im Jahresmittelmittel um 10 % zugenommen.

Insbesondere im Winter ist es bundesweit um annähernd 30 % feuchter geworden. Im Frühjahr sind die Niederschläge um knapp 12 %, im Herbst um rund 9 % gestiegen. Eine Ausnahme bilden nach DWD-Angaben nur die ohnehin niederschlagsärmeren Regionen im Nordosten Deutschlands, in denen es teilweise sogar etwas trockener gewordener ist.

Kaum verändert haben sich die Niederschlagsmengen hingegen in den Sommermonaten. Europaweit weisen die DWD-Statistiken eine Zunahme der mittleren Niederschläge in Nord- und Mitteleuropa um 20 % und eine Abnahme im Mittelmeerraum aus. Nach Einschätzung von DWD-Vizepräsident Dr. Paul Becker werden sich die Niederschlagstrends bis zum Jahr 2100 weitgehend so fortsetzen.

Verstärkung der weltweiten Niederschlagsmuster

„Wir müssen mit einer Verstärkung der weltweiten Niederschlagmuster rechnen“, stellte Becker fest. Für Regionen, die bereits heute unter Wassermangel litten wie der Mittelmeerraum oder Nordchina sei demnach auch künftig keine Entspannung zu erwarten. Gleichzeitig sei zu befürchten, dass schon jetzt feuchte Regionen noch feuchter würden. Beispielsweise verzeichneten im globalen Maßstab das zentrale und östliche Nordamerika ein leichtes Plus ihrer mittleren Jahresniederschläge um 5 % im Vergleich zum ausgehenden vorletzten Jahrhundert. Becker räumte allerdings eine erhebliche Unsicherheit ein. So könnten sich in einigen Regionen die Niederschlagsverhältnisse durch eine Verschiebung der globalen Zirkulation grundlegend ändern.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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