Forderung nach Festhalten an GVO-Nulltoleranz

Ihre Forderung nach einem Festhalten an der Nulltoleranz für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Saatgut haben die Verbände Greenpeace und Bioland bekräftigt. Anlass hierfür war eine von ihnen durchgeführte Saatgutauswertung.

Ihre Forderung nach einem Festhalten an der Nulltoleranz für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Saatgut haben die Verbände Greenpeace und Bioland bekräftigt. Anlass hierfür war eine von ihnen durchgeführte Saatgutauswertung.

Wie Greenpeace und Bioland berichteten, konnten die zuständigen Behörden der Bundesländer zum zweiten Mal in Folge keine Verunreinigungen feststellen. In diesem Jahr seien 334 Rapssaatgutproben untersucht worden; das waren 53 mehr als 2013. Im Vergleich dazu seien 2012 noch fünf von 337 Rapssaatgutproben durchgefallen.

Auch Maissaatgut enthalte immer weniger GVO; die Prüfer hätten in diesem Jahr nur in acht von 504 Proben Verunreinigungen gefunden, teilten Greenpeace und Bioland mit. „Auch die diesjährige Analyse zeigt, dass sauberes Saatgut möglich ist“, betonte Bioland-Präsident Jan Plagge. Die Nulltoleranz für Saatgut müsse auch künftig bestehen bleiben.

Für Greenpeace-Vertreter Dirk Zimmermann machen die Ergebnisse deutlich, dass Schwellenwerte für Gentechnik im Saatgut nicht nur „völlig überflüssig“ seien, sondern nach wie vor eine „Bedrohung für unsere Nahrungskette“ darstellten.

Derweil sieht Grünen-Sprecher Harald Ebner die Gentechnikfreiheit des Saatgutes nicht von technischer, sondern von politischer Seite bedroht. Er befürchtet im Hinblick auf den Entwurf des europäisch-kanadischen Handelsabkommens (CETA) eine liberale Handhabung, „was faktisch das Ende der Nulltoleranz bedeuten würde“. Gleiches „droht“ aus Sicht von Ebner auch bei der geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der EU und den USA. Der Bündnisgrüne forderte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erneut auf, CETA nicht zuzustimmen und die TTIP-Verhandlungen auszusetzen

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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