Greenpeace-Gründer kritisiert Gentechnikgegner

Bei seinem Einsatz für den sogenannten „Goldenen Reis“ will der Greenpeace-Mitbegründer Dr. Patrick Moore Gentechnikgegner stärker angehen als bislang. Dazu hat er die globale Kampagne „Allow Golden Rice Now“ initiiert.

Bei seinem Einsatz für den sogenannten „Goldenen Reis“ will der Greenpeace-Mitbegründer Dr. Patrick Moore Gentechnikgegner stärker angehen als bislang. Dazu hat er die globale Kampagne „Allow Golden Rice Now“ initiiert. Moore wirft der Umweltorganisation vor, durch ihre Anti-Kampagne gegen den gentechnisch veränderten Reis, der Betacarotin enthält, eine Mitschuld am Tod von Millionen Kindern durch Vitamin-A-Mangel zu haben.

Mit im selben Boot sieht der Kanadier die Ökobranche sowie einzelne Unternehmen, die von der Verunglimpfung der Grünen Gentechnik profitieren. Gegenüber AgE berichtete Moore, dass täglich rund 6 000 Kinder wegen Vitamin-A-Mangels stürben. Oft werde der Tod dieser Kinder Krankheiten zugeordnet. Neuere Untersuchungen hätten aber belegt, dass steter Vitamin-A-Mangel nicht nur zur Erblindung führe, sondern auch das Immunsystem erheblich schwäche, so dass die betroffenen Personen Krankheiten erlägen.

Moore bezichtigte Greenpeace, aber auch Ökoverbände, Lügen über den Goldenen Reis zu verbreiten. Dem Kanadier zufolge finanziert die Ökobranche die Umweltorganisation, damit diese ihre Anti-Kampagne gegen die Gentechnik auf dem Acker fährt. Mit Spendengeldern aus Deutschland werde weltweit gegen diese Technologie gekämpft. Im August 2013 sei ein dem Erprobungsanbau dienendes Reisfeld auf den Philippinen zerstört worden. Der Kanadier fragte auch, warum Greenpeace nicht wenigstens die von ihr propagierte Alternativmaßnahme, nämlich die Verteilung von Vitamin-A-Präparaten, unterstütze. AgE

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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