Opposition

Grüne kritisieren Klöckners Treffen mit Agrar- und Ernährungswirtschaft

Julia Klöckner hat öfter Vertreter von Lebensmittelfirmen, Fleisch- und Molkereien sowie Bauernverbänden getroffen als welche aus dem ökologischen Bereich. Für Oliver Krischer einseitige Lobbyarbeit.

Die Grünen stören sich daran, dass sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner öfter mit Vertretern der klassischen Agrar-, Fleisch- und Ernährungswirtschaft getroffen hat als mit Organisationen aus dem Bio- und Umweltbereich.

Der Tagesspiegel berichtet, dass die Ministerin in ihrer Amtszeit bisher mindestens 25 Einzelgespräche mit z.B. Bayer, Nestlé, Mars, Rewe und Molkereien sowie dreimal mit dem DBV geführt habe. Fünf Mal habe sie dagegen nur mit Vertretern von Organisationen wie dem Bund ökologische Landwirtschaft gesprochen. Das geht aus einer Auflistung des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer kritisierte Klöckner scharf für ihre Prioritätensetzung bei den Einzelgesprächen mit Unternehmen und Verbänden. „Erst der Bauernverband, die Fleischindustrie und die großen Ernährungskonzerne und dann mit deutlichem Abstand die Umweltverbände und die ökologische Landwirtschaft“, sagte Krischer dem „Tagesspiegel“. „Frau Klöckner steht für die alte Landwirtschaftspolitik: größere Ställe mit mehr Tierquälerei, mehr Pestizide und eine Konzentration der Erzeugung. Dabei bleibt die bäuerliche Landwirtschaft und der Umweltschutz auf der Strecke."

Klöckner selbst hatte im Interview mit dem Tagesspiegel jeden Verdacht der Lobbybeeinflussung scharf zurückgewiesen, sie sei eine unabhängige Ministerin.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Stephan Ruth

Gesprächsverhältniss

Wenn man die Gespräche prozentual aufteilt, 80% konventionell, 20% ökologisch ist der Anteil der Gespräche mit Ökoverbänden usw. eh schon höher als ihr tatsächlicher Anteil am Markt.

von Erwin Schmidbauer

Berechtigte Kritik

wäre dann wohl auch, dass sich die Umweltministerin Schulze öfters mit Umweltverbänden etc. trifft als mit dem Bauernverband?

von Heinrich Roettger

Die Vielfliegerlobbypartei "Die Grünen" melden sich zu Wort

Glaubwürdig werden Sie nur , wenn Ihre affinen Wähler endlich auch mal zur Kasse für Ihren extravaganten Lebensstil gebeten werden. Mit dem Flugzeug die Biobanane einfliegen lassen oder mit dem Porsche das Ökogemüse vom Demeter Bauernhof einkaufen.!

von Ahrend Höper

Grüne kritisieren Klöckners Treffen ??

Wer ist denn wohl O. Krischer? Will er einer Ministerin vorschreiben wann und mit wem sie wie lange zu sprechen hat ? Die totale Katastrophe in der Ministergarde ist doch wohl die Umweltministerin. Die plappert ja absolut jeden Quatsch nach den Tschimbke´s und Miller´s von sich geben, selbst deren Vokabular benutzt die Dame. Als wenn sie gar keinen eigenen Wortschatz hat? Wenn irgend etwas in der BRD momentan total schief läuft, ist es ja wohl die absolute Verdummung der Bevölkerung mit ideologischen Phrasen und Halbwahrheiten aus dem links grünen Lager! Die Grünen mit Hilfe der USA finanzierten NGO´s betreiben mit aller Macht die Spaltung der Bevölkerung! Kein Wunder, dass der rechte Rand einen so starken Zulauf hat.

von Wolfgang Rühmkorf

Mich nervt nur, dass dieser Blödsinn dem NDR ein Radiobeitrag wert war. Da merkt man, welch Geistes Kind der dortige Journalismus ist!

von Ansgar Tubes

An die eigene Nase fassen!

Wann hat denn der Herr Krischer das letzte Mal mit einem konventionellen Landwirt gesprochen oder gar einen konventionell geführten Betrieb besucht, um sich aus erster Hand zu informieren? Stattdessen holen sich die Grünen absolute Nichtskönner in Form irgendwelcher Vertreter höchst zweifelhafter Spendensammelvereine an ihren Tisch, um mit ihnen eine Diskussion über die Zukunft der hiesigen Landwirtschaft zu führen wie sie populistischer eigentlich nicht sein kann. Genau mein Humor!

von Berthold Lauer

Herr Krischer kann uns sicher auch sagen, mit wem und wie oft unsere Umweltministerin im letzter Zeit gesprochen hat und ob er das ausgewogen findet

von Bernd Croonenbroek

Bla,Bla,Bla,Bla

Wer will das wissen ??? bzw. lesen ???

von Andreas Böggering

Woran merkt man das Sommer ist?

Die c-Politiker finden in den Medien mehr Gehör

von Christian Bothe

Krischer und Co....

Wieder so ein Typ von den Grünen,den keiner kennt und der sich irgendwie profilieren möchte.Klöckner macht genau das richtige,denn dort wird die "Musik"gespielt und nicht bei den ideologisch verprellten Grünen mit ihren für die LW schädlichen und durch Inkompetenz sich auszeichnenden Auffassungen.

von Stefan Lehr

Missgunst und Ideologie

Aus den Worten von Herrn Krischer spricht deutlich der Neid und die ideologische Gesinnung ("... dann mit deutlichem Abstand...", "Groessere Staelle mit mehr Tierquaelerei..."). Wenn sich die Vertreter der entsprechenden Verbaende nicht Mal von selber um Gespraeche bemuehen, dann ist ihnen auch nicht zu helfen (oder sie halten es nicht fuer noetig?). Eine ausgesprochene Lobbyarbeit fuer die bisherige Landwirtschaft kann ich bei KEINEM politischen Vertreter derzeit feststellen.

von Wilhelm Grimm

Die übliche Taktik der Grünen,

die selbst die großten Lobbyisten aller Zeiten sind. Aber diese Taktik ist bei schwachen Politikern erfolgreich, da diese dem öffentlichen Druck alzu leicht nachgeben. Unsere Agrarpolitik ist daher von guter fachlicher Praxis meilenweit entfernt.

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