Hogan fordert mehr Innovation in der Landwirtschaft

Innovation und Landwirtschaft müssen immer Hand in Hand gehen. Das hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan auf dem 6. Wissens- und Innovationsgipfel im Europäischen Parlament unterstrichen. „Die Landwirtschaft ist schon immer innovativ gewesen“, erklärte Hogan in Brüssel.

Innovation und Landwirtschaft müssen immer Hand in Hand gehen. Das hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan auf dem 6. Wissens- und Innovationsgipfel im Europäischen Parlament unterstrichen.

„Die Landwirtschaft ist schon immer innovativ gewesen“, erklärte Hogan in Brüssel. Vieles sei bereits erreicht worden, aber trotzdem müsse das System landwirtschaftlicher Innovationen weiter gestärkt und ausgebaut werden.

„Es gibt da ein massives Potential, aber auch den dringenden Bedarf, mehr zu tun“, betonte der Agrarkommissar. Die Verbindungen zwischen Forschung, Landwirten und der Agrarindustrie seien noch immer zu schwach. Zu viele Innovationen würden nicht genutzt, und zu viele Forschungsfragen blieben unbeantwortet. Man müsse mehr Wert auf Effizienz und den gegenseitigen Austausch legen.

Als Beispiele für geeignete Instrumente, um die Lage zu verbessern, verwies Hogan auf die Europäische Innovationspartnerschaft (EIP), die Akteure von allen Stufen der Wertschöpfungskette, Berater und die Zivilgesellschaft an einen Tisch bringe, sowie auf die für den Agrar- und Ernährungsbereich zur Verfügung stehenden Mittel im EU-Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020. Auch im Rahmenprogramm gebe es Projekte, bei denen Landwirte in die Lösungswege aktiv einbezogen würden.

Hogan bekräftigte, er wolle sich in seiner Amtszeit dafür einsetzen, dass die Urproduktion effizienter und nachhaltiger werde, mit Marktschwankungen besser umgehen könne, die Ökosysteme stärke und öffentliche Güter bereitstelle. Die ländlichen Räume sollten in die Lage versetzt werden, den nötigen Rückhalt für Innovationen zu geben. Die mehrtägige Konferenz wurde von der Plattform „knowledge4innovation“ organisiert, an der zahlreiche Verbände, Unternehmen und Forschungseinrichtungen beteiligt sind.

Zentrale Fragen der Tagung drehten sich um eine bessere Regulierung, Änderungen des Bildungssystems sowie die Akzeptanz und das Management von Risiko. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Rolle sowohl der Mitgliedstaaten als auch des EU-Regelwerks im Innovationsprozess.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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