EU/Ratspräsidentschaft/Finnland

Landwirtschaft in der gesamten EU rentabel halten

Stärkung der GAP und ausreichendes Einkommen für Landwirte hat sich finnische EU-Ratspräsidentschaft auf die Fahnen geschieben. Finnland bestimmt die EU-Agenda bis Jahresende.

Nach dem Treffen mit Ursula von der Leyen reist die gesamte EU-Kommission - angeführt von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker - am heutigen Donnerstagnachmittag nach Helsinki zum offiziellen Start der sechsmonatigen finnischen EU-Ratspräsidentschaft.

Die Finnen wollen die EU zum Vorkämpfer für den Klimaschutz weltweit aufstellen und den Landwirten EU-weit ein auskömmliches Einkommen sichern. Dies geht aus den Prioritäten der finnischen EU-Ratspräsidentschaft für die nächsten Monate hervor.

„Für den finnischen Vorsitz ist es von zentraler Bedeutung, dass sich die EU-Staats- und Regierungschefs bis zum Jahresende auf die zentralen Elemente einer EU-Klimastrategie bis 2050 verständigt haben“, sagte die finnische Botschafterin bei der EU in Brüssel, Marja Rislakki, vor der Auslandspressevereinigung (API-IPA).

Der weiteren Umsetzung der von der EU-Kommission vorgelegten Bioökonomiestrategie komme ein entscheidender Stellenwert zu. Zur Ausweitung der Kreislaufwirtschaft seien hierbei vor allem auch die Sektoren Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion gefordert, so die EU-Botschafterin vor der Presse.

Die finnische Ratspräsidentschaft wolle daher einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Stärkung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) unter besserer Berücksichtigung des Klimawandels legen.

„Landwirtschaft muss in allen Mitgliedstaaten der Union rentabel praktiziert werden können. Eine reformierte und modernisierte Gemeinsame Agrarpolitik muss den Herausforderungen der Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, des Klimawandels sowie des Umweltschutzes gerecht werden“, heißt es im Prioritäten-Katalog der finnischen Ratspräsidentschaft. “Insbesondere die Entwicklung des ländlichen Raums spielt hierbei eine Schlüsselrolle“, so Rislakki in Brüssel.

Des Weiteren setze sich Finnland für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und der EU-weiten Förderung des Tierwohls ein.

Die Klimaziele der EU sollten daher in Einklang mit den Pariser Abkommen gezielt aus EU-Programmen innerhalb des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR 2021–2027) finanziert werden. Hierbei komme der GAP eine entscheidende Rolle zu.

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Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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Diskussionen zum Artikel

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von Bernhard ter Veen

...

Utopia lässt grüssen... an dem harten Stockfisch werden die Finnen sich wohl die Zähne ausbeissen... das ist in den zurückliegenden Jahren nix geworden und wird auch in Zukunft nix ...als Lobbyismus, Geldverschwendung und Korruption.

von Gerd Uken

Tja wie die das wohl anstellen...

Fragt doch die Herren vom Thünen-Institut da wollte doch einer an der Kostenschraube drehen 1 Cent bewirkt ja Wunder

von Gerd Schuette

Wenn man mitverfolgt wie das Postengeschachere in der EU verläuft, da fragt man sich: Wieviel Demokratie steckt in der EU überhaupt drin? Da gehen die Parteien mit Spitzenkandidaten in den Wahlkampf und hinterher ist alles ganz anders.

von Alfons Hümmer

Der Vorsatz klingt gut,

ich weiß aber nicht, wie die Finnen dies erreichen wollen. Für ein ausreichendes Einkommen der Landwirte wären höhere Verbraucherpreise oder deutlich erhöhte Subventionen nötig. Höhere Subventionen scheitern schon jetzt an der geringen Bereitschaft der Mitgliedsländer höhere Beiträge an die EU zu überweisen und sind m. E. auch nicht zielführend. Höhere Verbraucherpreise setzen voraus, dass die Verbraucher bereit sind, für bessere und regional erzeugte Qualitäten auch mehr zu bezahlen. Gleichzeitig müssten die Importe durch entsprechen höhere Zölle und geringere Importquoten deutlich reduziert werden. Dies ist aber in unserer Zeit des offenen Welthandels illusorisch. Aktuell zeigt dies der Mercosur-Vertrag, der dafür sorgt, dass die EU-Industrie mehr technische Produkte nach Südamerika absetzen und der Lebens- und Futtermittelhandel sich von dort mit billigen Lebens- und Futtermittelprodukten eindecken kann. Gewinner ist die Industrie, der Handel, das Transportwesen und der Verbraucher. Die Landwirtschaft weltweit und die Umwelt tragen die Nachteile. Warum werden Produkte nicht dort produziert, wo sie benötigt werden? Warum muss man immer alles rund um die Welt transportieren, egal ob Lebensmittel oder technische Produkte?

von Josef Doll

Ich wunsch mir was !!!

<<<<<<<<Genau das !! >>>>>> Und wenns geht auch noch in einem 8 Stundentag, Und dann tanze ich einen Trentenlenburger mit einem gebrochenen Fuß !!

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