Licht und Schatten für den Mischfuttersektor

Ein insgesamt erfreulicher Ausblick für die EU-Tierproduktion wird durch die angespannte wirtschaftliche Lage zahlreicher Viehhalter in der EU sowie durch die politischen Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Krim-Krise getrübt. Zu dieser Einschätzung gelangt der EU-Dachverband der Mischfutterhersteller.

Ein insgesamt erfreulicher Ausblick für die EU-Tierproduktion wird durch die angespannte wirtschaftliche Lage zahlreicher Viehhalter in der EU sowie durch die politischen Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Krim-Krise getrübt. Zu dieser Einschätzung gelangt der EU-Dachverband der Mischfutterhersteller (FEFAC) in einem vergangene Woche veröffentlichten Marktüberblick.

Auch die laufenden Freihandelsgespräche der EU mit Drittländern sorgen laut FEFAC für Unsicherheit. Davon abgesehen erkennt der Verband eine exportbestimmte Nachfrageerhöhung für tierische Produkte und insbesondere Milcherzeugnisse, während die Märkte für Getreide und Eiweißrohstoffe zuletzt etwas abkühlten.

Für den eigenen Sektor erwartet FEFAC 2014 eine Stabilisierung der Geflügelfutterproduktion, einen Rückgang der Schweinefuttererzeugung um 0,5 % sowie eine Verringerung der Nachfrage nach Rinderfutter um 1 % - letzteres wegen verbesserter Aussichten auf einen guten Grünlandaufwuchs.

Im vergangenen Jahr erreichte das Mischfutteraufkommen laut FEFAC EU-weit ein Volumen von schätzungsweise 153,8 Mio t, geringfügig weniger als 2012. Dabei sank die Schweinefutterproduktion um 1,7 %, während die Erzeugung von Geflügel- und Rinderfutter um 0,6 % beziehungsweise 0,8 % zulegte. Damit blieb Geflügelfutter weiter der größte Einzelposten, noch vor Schweinefutter.

Als ausschlaggebende Faktoren für die Nachfrageentwicklung im vergangenen Jahr wertet FEFAC die kühle Witterung im Frühling, die die Versorgung mit Grünfutter in zahlreichen EU-Staaten beeinträchtigt habe. Ferner kämpfe die Schweinehaltung mit wirtschaftlichen Problemen; zusammen mit den neuen Anforderungen an die Gruppenhaltung von Sauen habe dies die Widerstandsfähigkeit der Betriebe geschwächt.

Unter den wichtigsten Absatzmärkten wuchsen Großbritannien mit einem Plus von 5 % und Polen mit 3 % besonders stark. Für Deutschland und Italien berichtet FEFAC von einer stabilen Entwicklung, während die Produktion in Frankreich, Spanien und den Niederlanden um jeweils 1 % schrumpfte. Die Bundesrepublik blieb der größte Mischfutterhersteller vor Frankreich und Spanien. Eine detaillierte, aktualisierte Übersicht will FEFAC bei seiner Jahrestagung am 5. Juni in Lüttich vorstellen.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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