Düngung

Mortler: Vorerst keine verkürzte Frist für die Anpassung der Düngeverordnung

"Wer nicht kämpft hat schon verloren. Unsere intensiven Gespräche als CDU/CSU-Agrarier mit Brüssel haben Früchte getragen. Endlich kommt Bewegung in die Sache im Sinne der betroffenen Bauern", sagte Marlene Mortler zu den aktuellen Gesprächen zur Düngeverordnung.

Wie die Europäische Kommission bekanntgab, wird der Bundesregierung vorerst keine verkürzte Frist für die Anpassung der Düngeverordnung gesetzt. Zudem ist aktuell kein Zweitverfahren gegen Deutschland wegen der Nicht-Einhaltung der EU-Nitratrichtlinie geplant.

"Wer nicht kämpft hat schon verloren. Unsere intensiven Gespräche als CDU/CSU-Agrarier mit Brüssel haben Früchte getragen. Endlich kommt Bewegung in die Sache im Sinne der betroffenen Bauern", zeigt sich die agrarpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag, Marlene Mortler, erfreut.

Erst 2017 wurden unter anderem in die Düngeverordnung neue Auflagen aufgenommen. Eine weitere Verschärfung in kürzester Zeit stoße bei den Bauern nicht nur auf Unverständnis, sondern wäre von ihnen kaum umsetzbar, sagte die CSU-Politikerin am Dienstag weiter. Das würden auch die Agrarminister der Länder so sehen. Einstimmig hätten sie sich bei der Agrarministerkonferenz gegen eine verpflichtende Absenkung der Düngung in so genannten roten Gebieten um 20 Prozent ausgesprochen.

"Ich bin zuversichtlich, dass die Europäische Kommission und Deutschland eine solide Lösung in einem vernünftigen zeitlichen Rahmen erzielen werden, die allen Aspekten – dem Schutz unseres Wassers und den existenziellen Ängsten der Bäuerinnen und Bauern – gerecht wird. Ein gesellschaftspolitisch gerechter Ansatz in roten Gebieten wäre die Pflicht, Wasserkooperationen einzurichten. Kommunen, die Versorgungsunternehmen, Wassernutzer, Land- und Forstwirte sowie die weiteren Akteure sind dabei gefordert, gemeinsam die Wasserqualität zu verbessern. Zudem müssen wir inhaltliche Aspekte diskutieren, beispielsweise ob auch zukünftig eine landwirtschaftliche Verwertung von kommunalen Klärschlämmen ermöglicht werden soll", so Mortler.

Die Redaktion empfiehlt

Premium

Die Agrarminister der Länder haben sich heute einstimmig gegen einen pauschalen Düngeabschlag von 20 % in den roten Gebieten ausgesprochen. In Sachen GAP konnten sie sich für eine ...

Düngeverordnung: 20%-Abschlag soll betriebsbezogen gelten

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen