Noch viel Abstimmungsbedarf zur Düngeverordnung Premium

Nach dem Dünge-Gipfel im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) vom Montag zeigt sich, dass eine Lösung zur Düngeverordnung noch nicht in Sicht ist. Vor allem die Länder arbeiten noch an ihren Positionen. Die Landwirte wollen am Donnerstag bei der Agrarministerkonferenz wieder demonstrieren.

„Wir haben gesehen, dass es noch enormen Abstimmungsrunden in den Ländern bedarf“, hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Anschluss an ihren Dünge Gipfel gestern in Berlin vor der Presse gesagt. Die Niedersachsen bleiben bei ihrer Position. Niedersachsen sei auf dem richtigen Weg, sagte die dortige Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) nach dem Treffen in Berlin. Sie forderte erneut mehr Zeit bis zu einer erneuten Regulierung der Düngeverordnung. „Nun liegt der Ball beim Bund – Berlin sollte die geplanten Anpassungen überdenken und hier dringend nachjustieren“, sagte Otte-Kinast.

Flexible Lösungen beim pauschalen 20 Prozent Abschlag

Otte-Kinast machte dennoch ein Fenster auf, wo sie Verbesserungen erwartet, „falls die Düngeverordnung jetzt noch einmal novelliert werden würde“. Sie fürchtet, dass mit den Neuerungen die in Niedersachsen gerade erst eingeführte Datenbank, in der Düngebedarfsermittlungen und Nährstoffvergleiche flächendeckend erfasst werden können, gegenstandslos wird. „Damit würde ein wesentliches und effektives Instrument der flächendeckenden Datenerhebung und Kontrolle der Nährstoffströme entfallen“, sagte sie. Zweiter Punkt ...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Georg Summerer

der Holzenkamp schon wieder

Als aller erstes gehört das Grundwasser kleinräumig auf Nitrat untersucht und die Eintragsqellen ermittelt, doch Franz-Josef Holzenkamp wittert schon wieder das große Geschäft!

von Heinrich Roettger

Immisionen aus den urbanen Räumen werden nicht aufgearbeitet.

Uns sagt man , dass die Sanierung der städtischen Abwässer vor 2050 nicht zu stemmen ist. Kanalisation gibt seit dem Römischen Reich in hoch entwickelten Gesellschaften.Trotzdem schaffen es Staat und Kommunen nicht die Abwässer ohne immense Verluste in die Klärwerke zu schaffen und sauber in die grossen Gewässer zu entlassen. Alles wird zubetoniert und asphaltiert und der Landwirt soll auf immer kleinerer Landfläche für sauberes und ausreichendes Grundwasser, saubere Atemluft, CO2 Bindung , ausreichende und gesunde Nahrung, Biodiversität und Insektenbiomasse sorgen?? Naa, was gemerkt??

von Willy Toft

Die Landwirt bleiben wieder mal auf ihren Kosten sitzen, wenn es so eintrifft!

Für gutes Grundwasser lohnt es sich allemal einzutreten, da sind wir alle dabei. Nur jetzt wird der Landwirt zum Kostenträger einer verpassten "Aufarbeitung" der wahren Probleme. Es kann nicht alles auf die Landwirtschaft geschoben werden! Der normale Betrieb übersteht diese DüV. nicht, dass muss doch allen klar sein, oder will man es nicht hören?

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Begrifflichkeit

Emission= Austrag, Immision= Eintrag

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