Leipzig

Bauerntag: „Ich bin als Bauer Realist“ Premium

Eine Balance zwischen Fortschritt und Bewahrung hat Bauernpräsident Rukwied auf dem Bauerntag versucht. Er sensibilisierte die Bauern für Veränderungen und zog rote Linien.

„Wir haben Veränderungen in die Praxis umgesetzt“, begann Bauernpräsident Joachim Rukwied seine Grundsatzrede am Mittwoch auf dem Bauerntag bei Leipzig. Darin versuchte Rukwied die Bauern mitzunehmen, Veränderungen im Ackerbau und in der Tierhaltung hin zu mehr Biodiversität und Tierwohl weiter zu führen. „Wir sind bereit für den Wandel, brauchen aber Verlässlichkeit“, rief Rukwied den Delegierten zu. Die Verlässlichkeit forderte Rukwied von der Politik ein, diese sei gefordert, die Landwirte auch entsprechend zu begleiten, so Rukwied.

Landwirte können Klimwandel abschwächen

Den Klimawandel und die Betroffenheit der Landwirte stellte Rukwied ganz zu Beginn seiner Rede heraus. „Wir sind gut beraten als Landwirtschaft dazu beizutragen, den Klimawandel abzuschwächen“, appellierte Rukwied an seine Verbandsmitglieder. Er gab sich zuversichtlich, dass das der Landwirtschaft gelingen könne. „Denn wir sind Teil der Lösung“, sagte Rukwied. Als Bespiele dafür nannte er den Ausbau der Bioenergie und die Verbesserung der CO2 Speicherung in den Böden. „Die Lösung allein kann es nicht sein, trockenheitsresistente Sorten zu züchten sondern wir brauchen ...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Uken

Da bin ich mal einer Meinung mit dem Präsidenten

Mercosur da öffnen wir unsere Märkte z. B. für Brasilianisches Hühnerfleisch. Vor zwei Jahren wurde verdorbenes chemisch behandeltes Hühnerfleisch mit Salmonellen belastet entdeckt....,was wäre wenn das hier passiert wäre? Man hätte eine ganze Branche an den Pranger gestellt u. die Ställe dicht gemacht. Wir reden von Tierwohl und Verbraucherschutz, Standards wie Label Salz u. Zuckerreduktion etc. Brasilien hat 120 Pflanzenschutzmittel in Zuckerrüben u. Sojaanbau wieder zugelassen die allesamt bei uns verboten sind. Das dat Frau Merkel und ihre Unterhändler nicht gewusst?? Sie betreiben eine Politik auf den Rücken der Landwirte. Was ich an Herrn Ruckwied aber nicht verstehe ist das da kein Wort zu den Erzeugerpreisen kommt darf er das nicht mehr fordern ist nicht förderlich für den Export. Schön das er noch so viele Delegierten hinter sich hat mit stehenden Applaus- :(

von Willy Toft

Bauern sind keine Fantasten, wir können die Lage schon realistisch einschätzen!

Alle Träumereien und Forderungen müssen mit einer Finanzierung untermauert werden, sonst läuft gar nichts in unserer Republik! Der Weltmarkt gibt die Preise vor, und Zuschläge für gute fachliche Praxis oder ohne Gentechnik, werden nicht wirklich honoriert, und dafür muss sich unser Verband einsetzen. Lobbyarbeit läuft in eine gewisse Richtung, nur die bäuerliche Landwirtschaft bleibt doch ein wenig dabei auf der Strecke. Fordert doch die Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft bei den Politikern ein, die sich stets hinstellen, und uns erhalten wollen!

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