So sieht die Einigung zur Düngeverordnung aus

Der Kompromiss der Bundesregierung zur Verschärfung der Düngeverordnung ist da. Er enthält Ausnahmen vom 20% Düngeabschlag in den roten Gebieten. Nun kommt es wieder auf Brüssel an

Am Donnerstagabend haben die Bundesministerinnen für Umwelt und Landwirtschaft, Schulze und Klöckner, ihre Einigung für eine Verschärfung der Düngeverordnung veröffentlicht. „In den Gebieten, die mit Nitrat belastet sind, schlägt die Bundesregierung der EU-Kommission für die Landwirte zwar einschneidende, aber im Ganzen zum Schutz des Grundwassers notwendige Maßnahmen vor“, teilen die Ministerinnen gemeinsam mit.

Für die Gebiete mit Nitratbelastung schlägt die Bundesregierung vor:

  • Die Reduzierung der Düngung in den roten Gebieten mit besonders hohen Nitratwerten um 20 % im Betriebsdurchschnitt, zusätzlich gibt es eine Mengen-Obergrenze in Höhe von 170 kg Stickstoff je Hektar und Jahr pro Schlag bzw. für Einzelflächen. Um betriebs- und anbauspezifischen Besonderheiten Rechnung zu tragen, sollen Betriebe flexibel entscheiden können, welche Kulturen weiter nach maximalem Bedarf gedüngt werden. Im Gegenzug muss auf anderen Flächen in den besonders belasteten Gebieten weniger gedüngt werden, um die Mengen-Obergrenzen einzuhalten;
  • eine bis zu vier Wochen verlängerte Sperrzeit, in denen das Düngen in belasteten Gebieten nicht erlaubt ist;
  • größere Abstände zu Gewässern beim Düngen von 10 Metern bei einer Hangneigung über 15 % und von 2 Metern bei einer Hangneigung zwischen 5 und 10 %, um das Abschwemmen von Stickstoff in angrenzende Gewässer zu verhindern (gegenüber bislang pauschal 5 Metern in hängigem Gelände).
  • Für extensiv wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe und Ökobetriebe, die so nachhaltig und ressourcenschonend düngen, dass sie nicht zur Gewässerbelastung beitragen, gelten Ausnahmen. So sollen Betriebe, die durchschnittlich auf ihren Landwirtschaftsflächen weniger als 160 kg Stickstoff je Hektar und Jahr und davon max. 80 kg mineralisch düngen, von der Reduzierung der Düngung und der Mengen-Obergrenze freigestellt werden.
  • Auch auf Dauergrünland soll die Düngung nicht reduziert werden müssen, da hier das Auswaschungsrisiko niedriger ist.
  • Außerdem soll eine Herbstdüngung von Raps möglich sein, wenn mit einer Bodenprobe nachgewiesen wird, dass der Düngebedarf nicht aus dem Bodenvorrat gedeckt werden kann.

„Insgesamt wird die Düngung in Deutschland damit nachhaltiger und der Gewässerschutz deutlich verbessert, ohne dass landwirtschaftliche Betriebe über das erforderliche Maß hinaus eingeschränkt werden“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Ministerinnen zur Bewertung.

Seit Beginn des Jahres hat die Bundesregierung mit den Details für eine erneute Verschärfung der Düngeverordnung gerungen. Zuletzt hatte es mehrere Düngegipfel mit Ländern, Verbänden und Abgeordneten gegeben. Auf die Länder kommt es insbesondere noch an, weil sie der Düngeverordnung im Bundesrat noch zustimmen müssen.

Klöckner verspricht Unterstützung bei der Umsetzung

„Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, der EU-Kommission einen fairen Ausgleich zwischen den strengen Grenzwerten der Nitratrichtlinie und den Anforderungen an eine nachhaltige Pflanzenproduktion vorzuschlagen“, sagte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Für die Landwirte würden diese Maßnahmen eine erhebliche Anstrengung bedeuten. Sie sagte den Landwirten jedoch dabei die Unterstützung des Ministeriums mit einer Reihe von Maßnahmen zu.

Schulze betont Vorbeugung vor steigenden Wasserpreisen

„Die weitere Verschärfung der Düngeregeln ist nötig, wenn wir die Nitratwerte im Wasser auf ein akzeptables Niveau absenken, das Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland endlich beenden und Strafzahlungen vermeiden wollen“, sagte Umweltministerin Svenja Schulze. Mit niedrigeren Nitratwerten würde steigenden Trinkwasserpreisen vorgebeugt und die Artenvielfalt geschützt, das nütze allen, so Schulze weiter.

Die Regeln sollen ab Mai 2020 gelten

Die Vorschläge werden nun an die Europäische Kommission gesendet. Sie sollen eine zweite Klage der Europäischen Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland mit der Verhängung von hohen Strafzahlungen vermeiden. Ende des Monats wollen Klöckner und Schulze die Vorschläge der Kommission auch noch persönlich erläutern. „Sofern die Kommission den Maßnahmen zustimmt, wird das offizielle Rechtssetzungsverfahren zur Änderung der Düngeverordnung eingeleitet“, heißt es heute in Berlin. Ein Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung ist für Mai 2020 geplant.

Die Redaktion empfiehlt

Premium

Die Düngeverordnung soll im Großen und Ganzen in der bisher diskutierten Form kommen. Nur zwei Ausnahmen von den Regeln in den roten Gebieten bleiben bisher noch unter Verschluss.

Premium

Kanzlerin Merkel mischt sich in das Gerangel zwischen Agrarministerin Klöckner und Umweltministerin Schulze ein. Sie fordert, bei Düngeverordnung und Insektenschutz zu handeln.

Der Bauernverband und die Ökoverbände versuchen auf den letzen Metern zur Düngeverordnung Details zu beeinflussen. Es gibt Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten.

Bauernverband SH ruft Mitglieder zu Anpassung auf

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

Schreiben Sie Stefanie Awater-Esper eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Helmut Stocker

Nitrat im Grundwasser

Sehr geehrte Berufskollegen; Seit 1987 bewirtschafte ich mit meinen Berufskollegen in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Zweckverband Wasserversorgung Ruhstorfer Gruppe Flächen im WSG. Egal was für Anstrengungen unternommen wurden, es hatte nichts, mehr Auswirkungen auf den Nitratgehalt im Grundwasser, als die Jahresniederschläge. Hier sei aber klargestellt, dass hohe Niederschlagsmengen keineswegs eine starke Nitratauswaschung bedeutet, sondern der „Verdünnungseffekt“ die wechselnden Nitratwerte beeinflusste. Zudem gibt es Untersuchungen und Studien, wonach die Wanderung des Stickstoffes von der Bodenoberfläche bis ins Grundwasser abhängig von der Bodenart und der Mächtigkeit der dazwischen liegenden Schichten, bis zu 30 Jahre (Dreißig Jahre) dauern kann. Die jährliche Hysterie ist hier als höchst fragwürdig zu sehen. Vielmehr handelt es sich um einen langwierigen Prozess, der den beteiligten eigentlich bekannt sein sollte. Unabhängig davon stellt sich mir seit Jahren die elementare Frage: Wenn die Kanalsysteme und Abwassersysteme unter den Städten, bzw. den versiegelten Industriegebieten so vorbildlich - im Gegensatz zur „Umweltzerstörenden Landwirtschaft“ - ist warum liegen die Schutzgebiete genau dort wo vermeintlich so sorglos gearbeitet wird? Antworten finden Sie auf der Homepage des Bayerischen Landesamtes für Umwelt Bayern. https://www.lfu.bayern.de/wasser/kanalisation/index.htm Hier findet man selbstredende Aussagen wie: „Nur mit einer funktionierenden Kanalisation kann eine hygienisch einwandfreie und den Belangen des Umwelt- und Überflutungsschutzes angemessene Abwasserableitung sichergestellt werden. Dazu betreiben die Städte und Gemeinden in Bayern ein dichtes Netz an Kanälen, welche teilweise über 100 Jahre alt sind und an die rund 97% der Bevölkerung angeschlossen sind. Die Länge der öffentlichen Kanalisation beträgt rund 100.000 km (das entspricht mehr als dem doppelten Erdumfang), die Summe der privaten bzw. nicht öffentlichen Kanäle wird auf etwa die zwei- bis dreifache Länge geschätzt.“ Im weiteren Verlauf des Berichtes, bzw. dem Hinweis „Schau auf die Rohre“ finden Sie die nächste Erklärung für einen erhöhten Nitrateintrag: • Kampagne "Schau auf die Rohre" „Abwasserleitungen auf Privatgrundstücken sind neben dem öffentlichen Kanalnetz ein wichtiger Bestandteil des Entwässerungssystems. Man geht davon aus, dass bis zu 80% der privaten Abwasserleitungen undicht sind, denn häufig wurden sie weder von einer Fachfirma noch nach den Regeln der Technik gebaut – und danach selten überprüft. Um Boden und Grundwasser zu schützen und zu verhindern, dass Grundwasser durch undichte Leitungen eindringt und Kläranlagen unnötig belastet, müssen Hausbesitzer ihre Abwasserleitungen prüfen und bei Bedarf sanieren. Das Infoblatt "Private Abwasserleitungen prüfen und sanieren" aus der Reihe UmweltWissen enthält wertvolle Informationen für den Grundstückseigentümer zu diesem Thema.“ Weitere Publikationen finden Sie unter weiterführenden Links auf der LFU Homepage unter https://www.lfu.bayern.de/buerger/doc/uw_110_private_abwasserleitungen_pruefen_sanieren.pdf Ich denke nicht, dass hier einseitige Schuldzuweisungen angebracht bzw. zielführend sind. Ich rate in diesem Zusammenhang allen Berufskollegen bei den jährlich widerkehrenden N-min Untersuchungen im eigenen Betrieb (zur DVO – Bedarfsermittlung) auch Proben dort zu nehmen, wo noch nie irgendeine Düngung im weitesten Sinn durchgeführt wurde. Bei meinen Proben mitten in einem Waldgebiet ergaben sich Werte von ca. 30 bis 40 kg N-min im reinen 40 jährigen Buchen- bzw. Fichtenbestand. Ich will damit nur zum Ausdruck bringen, dass in der Natur ein gewisser „Grundumsatz“ herrscht, der offensichtlich durch die Landwirtschaft auch noch geheilt werden soll!? Kernaussage eines Wasserwirtschaftlers, war: „Wasserschutzgebiete unter landwirtschaftlichen Flächen, weil hier der Zugang und der Entzug am ehesten Steuerbar sind “ Darüber sollten wir Nachdenken, und eigene Zahlen und Fakten erheben. Viele Grüße aus dem Rottal

von Wilhelm Grimm

ODER sind wir in der Irrenanstalt ?

Schulze und Klöckner in die Therapie, oder sie liefern uns stichhaltige Beweise, dass sie mit dieser Auswahl der Messergebnisse die Bevölkerung nicht in die Irre geführt haben.

von Wilhelm Grimm

Klöckner und Schulze müssen zunächst messen

und dann nachweisen, ob dieser künstliche Mehltau über der landwirtschaftlichen Produktion erforderlich ist. Falls sie diesen Nachweis nicht liefern können, zurücktreten !

von Andreas Gerner

Paradoxon:

Wer seine Tiere (ob Nutz- oder Haustiere) hungern lässt, ist ein Tierquäler. Ein Verbrecher. Wer dagegen seine Pflanzen hungern lässt, macht alles richtig. Die Pflanze gerade Bedarfsgerecht zu ernähren, ist schon gesetzwidrig. Das ist nicht mehr zu begreifen.

von Andreas Gerner

@Rothlehner

Die 170er Obergrenze gilt in den Roten Gebieten für jeden einzelnen Schlag. Kein einziger dürfte also mehr N erhalten. So ist z.b. kein E- oder A-Weizen zu erzeugen. Wer auf einem Teil der Schläge massiv N einspart(z.B. mit Braugerste) kann die 160 Nim Schnitt unterschreiten und dürfte dann auf Einzelschlägen wieder mehr düngen, solange es im Schnitt passt. Soweit nachvollziehbar und für den ein oder anderen Betrieb anwendbar. ABER mit der Bedingung, max 80 N davon dürfen mineralisch fallen, erledigt sich das ganze. Mit hohen organischen Düngemengen(Gülle) ist die N-Ausnutzung schlechter und damit die Bilanzen nur sauschwer erreichbar. Zudem passen dann die zum Ausgleich benötigten Kulturen, die wenig N brauchen bzw. sogar N-Nachlieferung nicht mögen (Soja, Erbsen, Lubinen, Ackerbohnen, Klee, Luzerne und alle anderen Leguminosen, Braugerste, Brauweizen, Keksweizen) so gar nicht zu organischer Düngung. Kurzum: mit dieser Ausnahme sollen wir einfach nur verarscht werden. Es sollte bloß nicht auf den ersten Blick so aussehen, als würden nur Biobetriebe befreit. Sonst nichts. Frau Schulze ist Schuld, wenn nun aus ganzen Landstrichen wichtige Kulturen wie Raps und damit der Fruchtwechsel und die vielen Bienenarten verschwinden.

von Klaus Fiederling

Reinigendes Gewitter jetzt in allen Köpfen, nicht nur bei den Bauern

Wir Bauern alle -insbesondere aber eine künftige Positionierung unserer berufsständischen Vertretung- muss sich von der realitätsfernen Vorstellung endlich verabschieden, ausschließlich Maximalerträge erzielen zu wollen bei Erfüllung höchster Qualitätsstandards. Mit eben diesen nunmehrig wirklich undiskutierbaren Gegebenheiten müssen sich in vorderster Priorität über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg endlich auch unsere Partner der Landwirtschaft im vor- und nachgelagerten Bereich arrangieren, d.h. die aktuell unverhohlen ausgelebten Erzeugerpreis-Dumpingkonstellationen über die gesamte Produktpalette bäuerlicher Roherzeugnisse hinweg MUSS(!) solchen restriktiven Vorschriften sofort nachhaltig angepasst werden. - Eine unternehmerische Freiheit jedes einzelnen Bauern sollte schlussendlich auch beinhalten, dass der Bauer die Deutungshoheit über die Verkaufspreise seiner Produkte nicht gänzlich verliert. Warum also sollen wir uns forthin in der nachstehend angeklungenen erniedrigenden Bittstellerhaltung hoffnungslos ergeben!? Es sind doch nicht wir Bauern, die aktuell in der Praxis die rechtsverbindlichen, sich zunehmend extrem verschärfenden Produktionsbedingungen vorgeben! Warum sollen wir also weiterhin als Geknechtete eines derartigen eng geschnürten administrativen Korsetts, das sehr vielen Bauernhöfen zusehends betriebswirtschaftlich die Luft zum Atmen entzieht, obendrein auch noch den gnadenlosen Würgegriff unserer „Partner“ der Landwirtschaft klag- und wehrlos hinnehmen müssen!? - Fehlt es uns zwischenzeitlich schon an der letzten nötigen Kraftanstrengung zu jedweder nur kleinsten Gegenwehr, sich diesen Ungerechtigkeiten entgegenstemmen zu können. Das allerdings wäre der absolute Todesstoß für noch sehr viele Familienbauernhöfe im Generationswechsel. - Welche Perspektiven können wir ansonsten unserer Jugend auf den Höfen zukunftsweisend überhaupt mit auf den Weg geben!? // Randständig angemerkt: Dürfen die Bauern den Landhändlern das Preisgefüge vorgeben, zu dem sie ihre Landtechnik erwerben? Ein anderes Beispiel aus dem realen Leben eines jeden Verbrauchers: Der Kunde von VW, BMW, Mercedes u.a. betritt die dortigen heiligen Hallen mit der glasklaren Ansage, zu welchem Kaufpreis er diese Klassenschlager mitnimmt!? - Nun, Sie dürfen verwundert über selbige Gedankenansätze den Kopf schütteln wollen, um sich dann aber sofort nüchtern mit der realen Sach- und Rechtslage von uns Bauern auseinanderzusetzen, was WIR(!) so alles vollkommen willen- und klaglos über uns ergehen lassen müssen. - Sprechen wir dabei mittelfristig wirklich von bäuerlicher Zukunft!?

von Stefan Rothlehner

An die Redaktion

" zusätzlich gibt es eine Mengen-Obergrenze in Höhe von 170 kg Stickstoff je Hektar und Jahr pro Schlag bzw. für Einzelflächen" Was bedeutet das genau? Bedeutet das, dass ich laut Düngebedarfsermittlung insgesamt je ha nicht mehr als 170kg zu düngen (Gülle + Mineral) darf?! Aber: "So sollen Betriebe, die durchschnittlich auf ihren Landwirtschaftsflächen weniger als 160 kg Stickstoff je Hektar und Jahr und davon max. 80 kg mineralisch düngen, von der Reduzierung der Düngung und der Mengen-Obergrenze freigestellt werden" wenn ich dann nochmal 10kg drunter bleibe, ich von der Mengenobergrenze und den 20% Abschlag frei bin?! Kann mir das jemand genauer erklären? Wenn ich unter 160kg dünge, hilft mir doch eh keine Freiheit von der Mengenobergrenze, da ich eh drunter bin, und die 20% Abschlag hab ich doch damit eh wahrscheinlich dann auch schon eingehalten?!

von Wilhelm Grimm

Agrarsport: NABU gegen BAUERN !

Der NABU gewinnt immer, weil diese Regierung gegen uns pfeift, immer !

von Christian Hoffmann

Erklären Sie mal einem Bäcker er soll das selbe Brot oder Brötchen backen mit 20% weniger Zutaten.

von Ulf Henning

Die Politik und unsere Gesellschaft verblödet im Eiltempo !

von Hermann Kamm

Totaler Aktionismus vom BMEL und BMU.

Leider kann man den Fachkräftemangel in der Politik am besten nachweisen! Denn würden sie zuerst ihre Messstellen dem entsprechend erweitern und die Proben neutral und mehrmals pro Jahr ziehen, auch dabei den durchschnitt der Gesamten Messstellen in einen Gebiet ermitteln, bin ich mir sicher das oftmals die Nitratgrenzwerte nicht überschritten würden.

von Karlheinz Gruber

Man merkt den praktischen Einfluß

von Kennern im Ministerium, wenn man sich den Absatz beim Raps ansieht. Es darf gedüngt werden, wenn über eine Bodenprobe ein Düngebedarf nachgewiesen wird. Erstens dauert eine Probe mit unter 4-6 Wochen minimum. Dann kann sein, daß ich den Raps schon gedrillt habe, bevor ich mein Ergebnis habe ob ich noch mit der Gülle kommen kann oder nicht. D. h. ich fahre über ein Rapsfeld, welches die Pflanzen gar nicht gerne haben und habe die Gülle oben auf statt schön im Wurzelbereich eingearbeitet. Und wer hat schon von Haus aus die 100 kg N im Boden die Raps noch aufnehmen kann bei der neuen DÜV?!

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen