Wolf

Steht eine politische Einigung zum Wolf bevor? Premium

Von der heute beginnenden Umweltministerkonferenz wird ein Signal zur künftigen Handhabung des Wolfes erwartet. Landnutzer und Jäger fordern Areale, in denen der Wolf nicht geduldet wird. Umweltschützer wollen bei der Einzelfallprüfung bleiben.

Der Umgang mit dem Wolf gehört zu den drängendsten Themen, die die Umweltminister von Bund und Ländern ab heute auf ihrer Konferenz in Hamburg diskutieren. Die Länder halten sogar eine Einigung der Agrar- und der Umweltseite zum Umgang mit dem Wolf für möglich. Denn die meisten Minister sind für Umwelt und Landwirtschaft zuständig, darunter die aus den besonders betroffenen Ländern Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Wolf großes Thema im Wahlkampf im Osten

Druck auf eine politische Einigung zum Wolf erzeugen vor allem die bevorstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland. Dort nutzt vor allem die AfD den Streit der Bundesregierung über den Umgang mit dem Wolf aus. Am Wochenende wurde bekannt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel den Wolf zur Chefsache gemacht hat. Das Bundeskanzleramt werde nun selbst eine Lösung für den Umgang mit dem Wolf finden, hieß es. Damit reagiert es auf den seit Monaten schwelenden Streit zwischen dem Bundeslandwirtschafts- und dem Bundesumweltministerium. Das Umweltressort will einen Abschuss erst dann ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

Bundeskanzlerin Angela Merkel schaltet sich in den Streit um den Umgang mit dem Wolf ein.

Der Ende Januar zum Abschuss freigegebene Problemwolf aus dem Rodewalder Rudel ist immer noch unterwegs. Jäger trauen sich wegen der drohenden rechtlichen Kosequenzen nicht an den Abschuss, zumal ...

Premium

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hält die rechtlichen Möglichkeiten zur Kontrolle von Wölfen in Deutschland für nicht ausgereizt. Sie will erreichen, dass Wölfe auch vorbeugend ...

Düngeverordnung: "Man nähert sich an"

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

Schreiben Sie Stefanie Awater-Esper eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Willy Toft

Wer an den Weihnachtsmann glaubt, der darf Hoffen?

Die Wiedereinführung des Wolfes kann niemals das Ergebnis sein, nur eine scharfe Bejagung wird die Ausbreitung im Zaum halten! Alles Andere ist Wunschdenken, der ewig Gestrigen und der Romantiker.

von Gerhard Steffek

@Norbert Scheppach -

"eine (andere) gut gehende Landwirtschaft"? Die wird es mit dem Wolf nie und nimmer geben!

von Gerhard Steffek

Mehr Herdenschutz!!

Wieso tragen die Umweltverbände dann eigentlich nicht auch ihren Teil zum Herdenschutz bei. Wer anschafft zahlt, heißt es normalerweise. Und da sie ja in erster Linie den Wolf haben wollen, wäre es wohl das naheliegenste, daß sie auch dafür die Aufwendungen und Entschädigungen zahlen. Aber mittlerweile ist es ja doch schon ziemlich normal geworden das man die Gewinne, hier in diesem Falle das "private Vergnügen" der Verbände, privatisiert und die Verluste sozialisiert. Der Sozialstaat läßt grüßen!

von Norbert Scheppach

Er ist da...

.. und es ist so gewollt - gesellschaftlich. Es ist eine Erwartung und scheint's der Wille breiterer Bevölkerungsgruppen, dass Wolf und mit Pech Bär hier heimisch sind. Da kann man gerne rummaulen, nützt aber nichts! Es gibt also genau 2 Optionen: 1. sich anpassen und höhere Kosten generieren oder 2. aufhören mit der Tierhaltung. Wenn man nicht mehr in den Wald gehen mag, dann vielleicht in die Stadt ziehen und sich irgendwann freuen, dass es eine (andere) gut gehende Landwirtschaft und eine intakte Natur gleichzeitig gibt. Nur zur Erklärung: ich finde gerissene Tiere (egal ob Wild- oder Haus-) auch nicht erstrebenswert, aber das ist hier nicht die Frage!

von Gerhard Steffek

Frage...

Wieso soll der Wolf in urbanen Gebieten nicht geduldet werden? Ausgerechnet die Leute in diesen Gebieten sind doch so sehr für den Wolf. Was sagte mal ein SPD-Stadtrat in München: "Der Müncher im dritten Stock will schließlich auch mal einen Wolf sehen können." Also, laßt die Wölfe in die "urbanen Gebiete", damit der Stadtbewohner was davon hat.

von Gerhard Steffek

Prävention müsse immer das erste Mittel der Wahl bleiben!

Was kann man daraus auch schließen? Den Wolf abschießen! Das ist nämlich die beste und gleichzeitig auch billigste Prävention!!!! Nicht umsonst wurde er bei uns bis auf NULL reduziert.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen