Umweltminister wollen Nitrat-Gebietskulissen behalten Premium

Die Umweltminister von Bund und Ländern machen erwartungsgemäß wieder Druck für eine schnelle Verschärfung der Düngeverordnung. Die Kriterien für die Nitrat-Gebietskulissen wollen sie beibehalten. Emissionsarme Ausbringverfahren für Wirtschaftsdünger sollen Pflicht werden.

Die Umweltministerkonferenz (UMK) hat heute in Hamburg die Bundesregierung dazu aufgefordert, die Düngeverordnung „umfassend und zügig“ anzupassen. In ihrem einstimmigen Beschluss sprechen sie sich außerdem für eine Beibehaltung der mit der Düngeverordnung aus dem Jahr 2017 festgesetzten Kriterien für die Nitrat-Gebietskulissen aus.

Pflicht für emissionsarme Aufbringungsverfahren

Zusätzlich zu den bisher schon diskutierten Maßnahmen, die die Nitrateinträge in Gewässer in Deutschland mindern sollen, drängen die Umweltminister auf Maßnahmen zur Reduktion von Ammoniakemissionen. In ihrem Beschluss rufen sie die Bundesregierung dazu auf, die Düngeverordnung so zu ändern, dass für die Aufbringung flüssiger Wirtschaftsdünger auf Acker oder Grünland zeitnah die Verwendung emissionsarmer ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

DBV-Vizepräsident Werner Schwarz fordert die Umweltminister zur genaueren Abgrenzung der roten Gebiete auf

Die Umweltminister von Bund und Ländern wollen die Verhandlungen zur Verschärfung der Düngeverordnung wiederbeleben. Ein entsprechendes Signal soll von der Umweltministerkonferenz am Donnerstag ...

Premium

Bei der Verschärfung der Düngeverordnung deuten sich Kompromisse an. Aus Brüssel gibt es Signale, dass von der umstrittenen 20-%-Unterdüngung in roten Gebieten noch abgewichen werden kann. ...

Empfänger von Agrarzahlungen in 2018 veröffentlicht

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

Schreiben Sie Stefanie Awater-Esper eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Yvonne Richter

Total am Thema vorbei

Wir werden NIEMALS die eine echte Problemlösung erreichen, wenn wir es nicht schaffen, die durch Tierhaltung und Biogasanlagen erzeugten Wirtschaftsdüngermengen sinnvoll und WIRTSCHAFTLICH sowie UMWELTGERECHT einzusetzen. Ständig wird auf der "Ausbringung" herumgedocktert, auch wenn dafür gar keine Flächen zur Verfügung stehen. Machen wir aus Gülle und Gärresten aber ein Produkt, wie z.B. Pellets oder Granulat mit allen vorhandenen Nährstoffen, nämlich einen organischen NPK-Handelsdünger, dann kann dieser bedarfsgerecht in der gesamten Republik (WELT) verwendet werden. Technische Lösungen dafür gibt es, den Nährstoffkreislauf endlich wirklich zu schließen. www.renewenergyprojekt.de

von A.-Wolfram Schwarz

Gleiche Maßstäbe für alle!

Zum Beispiel keine Haustierhaltung ohne Flächennachweis. Immerhin sind die Nitratwerte (Grund- und Oberflächenwasser) in städtischen Gebieten über den Grenzwerten.

von Norbert Schulze-Darphorn

Bitte die gleiche Methodik

Auch beim Feinstaub anwenden, ist eine Messstelle in der Stadt über dem Grenzwert ist das ganze Stadtgebiet als belastet anzusehen, mit allen Konsequenzen natürlich.

von Gerald Hertel

die Minister auf dem Bild sehen alle noch wohlgenährt aus :_)

von Martin Krautter

Nabu

Was will man denn von diesem Nabu-Verein anderes erwarten. Die Krake Nabu hat hier doch schon alles mit eigenen Personen unterwandert. So geht Lobbyarbeit.

von Anton Schulze Grotthoff

Die Dekadenz lässt grüßen!!!

Die Fachkompetenz der Teilnehmer der Umweltministerkonferenz in Hamburg ist zu hinterfragen. Die Dekadenz lässt grüßen! Die Erfahrung und Fachkompetenz der sehr gut ausgebildeten jungen und älteren Landwirte zählt überhaupt nicht. Sie sind anscheinend die "Deppen" der Nation. Emissionsarme Aufbringungsverfahren werden auch heute schon größtenteils angewandt. Durch die Anrechnung eventuell höher verfügbare Stickstoffmengen im Jahr des Ausbringens wird der Düngebedarf bei der Düngebedarfsermittlung bereits reduziert. Bei den Ausführungen zur stärkeren Anrechnung der Pflanzenverfügbarkeit von Gülle und Gärresten kann man nur sagen: Sankt Bürokratius lässt grüßen. Gängelei pur! Wir sollten den Spieß umdrehen und diesen Damen und Herren die rote Karte zeigen. Die Umweltminister räumen ein, dass Sie die Belange ökologisch wirtschaftender Betriebe und nachweislich gewässerschonend wirtschaftender konventioneller Betriebe ausreichend berücksichtigen wollen. Hier müssen die konventionell wirtschaftenden Betriebe einen Nachweis erbringen, die ökologisch wirtschaftenden nicht. Insbesondere muss sichergestellt werden, das der Einsatz von organischen Düngemitteln zur Deckung des N-Bedarfs von Starkzehrern zur Erzeugung marktgängiger Qualitäten im ökologischen Landbau möglich bleibt. Anscheinend muss das für den konventionellen Landbau nicht sicher gestellt werden. Da nur ca. ein Fünftel der Messstellen in Deutschland ein Nitratproblem haben ist diese hysterische Herangehensweise keine nachhaltige Zukunftstratgie für die Landwirtschaft. Eine fachlich kompetente Herangehensweise erfordert eine erneute Überprüfung der Messstellen und Abschaffung der "Worst Case" Bewertungsmethode. Sollte es dem abgebildeten Personenkreis an Fachkompetenz mangeln, müsste über eine Abberufung nachgedacht werden.

von Gerhard Steffek

Schulze & Co.

was will man da noch mehr erwarten. Wenn es doch nur so einfach wäre, ihnen das Zeug vor die Füße zu werfen und zu sagen macht euren Scheiß doch selber. Macht nur weiter so, dann haben wir schneller als es einem jeden Lieb ist entweder nur noch "Landschaftsgärtner", die sie dann vielleicht noch "Biobauern" nennen und auf der anderen Seite noch die "Agrarfabriken" die ihr so ablehnt. Stefan Dürr macht es ja in Rußland vor wie so etwas geht. Da wird dann aber nicht mehr mit Herzblut gearbeitet sondern nur noch mit den Euroscheinen in den Augen. Anders geht es dann auch nicht mehr. Im Grunde dann DDR 2.0. Aber das wundert mich eigentlich nicht, sind doch die Grünen im Großen und Ganzen von da rüber gekommen. Dachte die wären klüger geworden. Na ja, mancher lernt es nie, wie Winston Churchill schon mal sagte: "Wer mit 20 kein Sozialist ist, hat kein Herz, wer es mit 40 noch ist, keinen Verstand." Auf dem Foto sieht mir aber keiner mehr nach 20 aus, sollte einem über die Qualität unserer Politiker zu denken geben ... __ Hierzu kommt mir wieder Goethe in den Sinn: "Während die Deutschen sich mit Auflösung philosophischer Probleme quälen, lachen uns die Engländer mit ihrem großen praktischen Verstand aus und gewinnen die Welt."

von Georg Summerer

Sind die jetzt völlig übergeschnappt?

Wenn in 30 km Entfernung eine Kuh oder ein Hund oder was auch immer an einen Messbrunnen scheisst wird nicht wie es vernünftig wäre die Scheisse entfernt und nachgeschaut wie es dazu kommen konnte, nein, es werden alle Bauern ob Schuld oder nicht Schuld zu Strafmassnahmen verdonnert. Euch Umweltminister nimmt doch keiner mehr ernst!

von Wilhelm Grimm

Kostet ja nix !

Die stellen immer Maximalforderungen. Es wird nun endgültig Zeit, dass wir nicht schon wieder, wie beim Wasser, darauf hereinfallen.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen