EUROPA/Plastikmüll/Mikropartikel

Von der Leyen nimmt Mikroplastik unter die Lupe

Mikro-Plastikpartikel - mit dem bloßem Auge nicht sichtbar- verunreinigen zunehmend landwirtschftliche Böden, Trinkwasser und die gesamte Nahrungskette. Wie gefährlich ist dies?

Mikroplastik-Partikel in Böden und ländlichen Bachläufen wird für die Landwirtschaft ein zunehmendes Problem. Daher will die designierte neu gewählte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die winzigen Plastikteilchen aus Kosmetikprodukten und industrieller Plastikproduktion unter die Lupe nehmen.

Dies kündigte die neue Chefin der Brüsseler Behörde in ihrer am Dienstag veröffentlichten „Agenda für Europa“ an. Beim Kampf gegen die Plastikflut in den Weltmeeren will sich Von der Leyen insbesondere dem wachsenden Problem von Mikroplastik widmen. Diesen Punkt legte die am Dienstag im EU-Parlament in Straßburg gewählte Kommissionspräsidentin als einer ihrer politischen Prioritäten für das Arbeitsprogramm der EU-Kommission von 2019-2024 vor.

Wie gelangen die unerforschten Kleinst-Partikel in die Gewässer?

Umweltschützer kritisieren die industrielle Verwendung von Mikroplastik aufs Schärfste. Die winzigen Plastikteile finden sich in Kosmetik-Alltagsprodukten und werden über das Abwasser in die Kläranlagen gespült, wo sie nicht vollständig herausgefiltert werden können. So gelangen sie auch im Oberflächenwasser auf Felder und Kulturen und finden sich als Rückstände in Feldfrüchten.

Sind sie erst einmal im Wasser oder Bodensedimenten angelangt, lassen sie nicht wieder entfernen und stellen über Jahrhunderte eine Belastung für Umwelt und Gewässer dar.

Die kleinsten Plastikpartikel im Mikrobereich finden sich zunehmend in Kosmetika wie Duschgel oder Peelings und werden als Mini-Kügelchen beispielsweise zugesetzt, um eine massierende Wirkung auf der Haut zu erzielen.

Über die Gesundheitsgefahren von Mikroplastikteilchen, die über die Blutbahn in den menschlichen Körper gelangen können, gibt es bisher wissenschaftlich keinerlei Langzeitstudien. Dem will Von der Leyen Abhilfe schaffen.

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Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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Diskussionen zum Artikel

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von Hermann Kamm

Sorry. diese frau hat noch nie was gebracht außer ihre Kinder.

in der Politik war es ein versagen auf breiter Front. Bundeswehr zusammen gespart, aber so das sich die BRD nicht mal mehr im V Fall verteidigen kann.

von Gerald Hertel

Und der Reifenabrieb ist auch Feinstaub und den gibt es auch von E-Autos

von Gerhard Steffek

massierende Wirkung -

nicht nur das, sie sind auch billiger Füllstoff! Fragt sich nur ob es das überhaupt braucht. Die Menschheit will halt beschissen werden. Und - wenn wir schon dabei sind, wer redet vom Reifenabrieb? Erst vor kurzem in einem Bericht gelesen das der Reifenabrieb ungefähr 30 % des Mikroplastik ausmachen solle. Also, als erstes mal die Autoreifen verbieten. Fahren wir halt wieder mit eisenbeschlagenen Rädern. Dann wird auch nicht so gerast und die ganze Tierwelt, bis hin zu den Insekten, hat wieder mehr Überlebenschancen.

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