Regionalität

Zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Direktvermarktung gefordert

Zur Unterstützung der Direktvermarktung hat der niedersächsische Landtag die Landesregierung in Hannover aufgefordert, zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung dieses Absatzweges zu entwickeln und zu realisieren.

Dazu sollen Vereinbarungen mit der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen getroffen werden, heißt es in einer Entschließung, die der Landtag am vergangenen Mittwoch (27.2.) gefasst hat.

Eingebracht wurde das Papier von den Fraktionen der SPD und der CDU. Darin verlangt der Landtag, die Beratung und Begleitung direktvermarktender Erzeuger, etwa bei der Buchführung, während des ersten Geschäftsjahres zu intensivieren. Auch sollten mögliche Kooperationen zwischen regional ansässigen Landwirten und Einzelhandelsmärkten gestärkt werden. Darüber hinaus drängt der Landtag darauf, die momentanen Fördermöglichkeiten vom Automaten-Direktvertrieb, zum Beispiel von Fleisch, Wurst oder Gemüse, zu prüfen und bei Bedarf zu initiieren.

Überdies wird die Landesregierung aufgefordert, eine Evaluation der „Service vom Hof“-App der Landwirtschaftskammer durchführen zu lassen und diese mit den Ansätzen anderer Bundesländer zu vergleichen. Die digitale Direktvermarktung als Vertriebsmöglichkeit bei den Landwirten sei zu unterstützen und bürokratische Hürden bei der Direktvermarktung müssten abgebaut werden. Die CDU-Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen verwies auf die Hühnermobile oder die Fleisch- und Milchautomaten als Beispiele für eine erfolgreiche Direktvermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Auch die Verbraucher schätzten regionale Produkte immer mehr, weil sie wüssten, woher ihre Lebensmittel stammten. „Diese Entwicklung wollen wir unterstützen und fördern, indem wir kleine Betriebe beim Aufbau neuer Vermarktungswege beraten und auch bei Rechtsfragen zur Verfügung stehen“, erläuterte Meyer zu Strohen. Aus ihrer Sicht stärkt die regionale Direktvermarktung die Regionen und sichert den Erhalt von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum.

Klöckner will Förderung erster Hektare und Umverteilungsprämie statt Kappung

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Agra Europe (AgE)

Schreiben Sie Agra Europe (AgE) eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen