Genossenschaften

Agravis will 2019 stabiles Ergebnis liefern

Die 2018er Dürre hinterlässt auch "Trockenrisse" in den Geschäftszahlen der Agravis. Der neue Chef glaubt trotzdem an ein stabiles Ergebnis im laufenden Jahr.

In den ersten vier Monaten 2019 hat die Agravis einen Umsatz von 2,1 Mrd. Euro erzielt, der damit den Wert des Vorjahreszeitraums erreichte. Das Ergebnis vor Steuern liegt aktuell aber noch deutlich unter dem Vorjahresniveau. „Nichtsdestotrotz halten wir an unseren Planungen für 2019 fest“, betonte der Vorstandsvorsitzende Dr. Dirk Köckler während der Hauptversammlung in Wunstorf-Kolenfeld/Niedersachsen. „Wir wollen das Jahr mit einem Umsatz von 6,5 Mrd. Euro auf gutem Vorjahresniveau abschließen und auch beim Ergebnis gehen wir bei 30,1 Mio. Euro vom stabilen Vorjahreswert aus.“

Teure Trockenperiode für die Agravis-Gruppe

Dass die Folgen der Trockenheit 2018 sich auch im ersten Halbjahr 2019 noch deutlich auf den Geschäftsverlauf auswirken werden, war den Agravis-Verantwortlichen bekannt. Insgesamt kostet die Trockenperiode des Vorjahres die Gruppe rund 40 Mio. Euro an Ergebnis vor Steuern. Davon entfielen 24 Mio. Euro auf das Geschäftsjahr 2018, 16 Mio. Euro auf 2019. „Diese Summe haben wir teilweise auch schon verarbeitet, aber unter dem Strich war der Start schwer“, erklärte Dr. Dirk Köckler, der erst seit dem 1. März die Konzern-Geschäfte führt. Das zeigten auch die Zahlen. Nach einem erneut trockenen April sei der Regen zum Monatsende gerade noch rechtzeitig gefallen und nähre die Hoffnung auf ein „normales“ Geschäftsjahr.

Ambitionierte Ziele und hohe Investitionen

Der Vorstandsvorsitzende verhehlte nicht, dass die Ziele für Umsatz und Ergebnis aus heutiger Sicht und beim Blick auf die aktuellen Zahlen ambitioniert seien. „Aber eine normale Ernte, keine Afrikanische Schweinepest und kein erneutes Ausnahmejahr vorausgesetzt, gehen wir davon aus, dass wir die Planzahlen erreichen können.”
Die Investitionen sollen mit 51,3 Mio. Euro in 2019 hoch bleiben und auf Abschreibungsniveau liegen. Das Eigenkapital will die Agravis auf 600 Mio. Euro ausweiten bei einer stabilen Eigenkapitalquote von 30 Prozent. Dr. Köckler hierzu: „Auch das sind Kennzahlen, an denen wir uns messen lassen wollen.“

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Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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Diskussionen zum Artikel

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von Norbert Post

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Siemens verkauft seine kriselnde Kraftwerkssparte an der Börse und macht Kasse. Agravis ist ja schon keine Genossenschaft mehr, also lass uns Kasse machen und das Geld sinnvoller investieren

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