Düngemittelmarkt

Düngerabsatz: Weltweit steigend, sinkend in Deutschland Premium

Die Düngermärkte weltweit, in Europa und in Deutschland entwickeln sich gegenläufig. Der IVA erwartet für dieses Jahr, dass sich die schwierige Situation in Deutschland fortsetzt.

Während die Düngemittelmärkte weltweit und in Europa wachsen, schrumpft er in Deutschland. Das wurde kürzlich auf der Jahrespressekonferenz des Industrieverbandes Agrar (IVA) deutlich. Der weltweite Nährstoffverbrauch steigt seit 2008 stetig: Im Wirtschaftsjahr 2017/2018 verbrauchte die Welt rund 180 Mio. t Stickstoff (N), 80 Mio. t Phosphat (P2O5) und 35 Mio. t K2O. „Das hängt mit dem Wachstum der Weltbevölkerung zusammen“, erklärt Ulrich Foth, IVA-Vorsitzender vom Fachbereich Pflanzenernährung. Und die Tendenz des Nährstoffverbrauchs sei steigend. Das Wachstum prognostiziert Foth vor allem in Südamerika, Afrika und Südostasien.

Unterschied zwischen West- und Osteuropa

Der europäische Düngemittelmarkt stagniert hingegen. Auffällig sei, dass Westeuropa (EU-15) und Osteuropa (EU-13) im N-Verbrauch stark auseinanderliegen. Während der N-Verbrauch in den EU-13 seit 2010 stetig stieg, auf nun 3,8 Mio. t, sinkt der N-Markt in den EU-15 auf 7,9 Mio. t.

Der Kali- und Phosphat-Verbrauch hat sich in den letzten zehn Jahre kaum verändert. In den EU-15 werden 2,1 Mio. t K2O und 1,8 Mio. t P2O5 verbraucht, in den EU-13 je knapp 1 Mio. t K2O und P2O5. Steigerungen erwartet Foth in den nächsten Jahren nicht, weder für ...

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Düngeverordnung: "Man nähert sich an"

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Artikel geschrieben von

Friederike Mund

Redakteurin Ackerbau/Grünland

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Schulte

Ein Gesamtmengenvergleich sagt nichts aus

Die Frage die hier beantwortet werden muß heißt. Wie hoch ist der Einsatz in kg je ha? Erst dann erhalten wir vergleichbare aussagefähige Zahlen. Ohne diese ist ein solcher Artikel nicht das Papier wert auf dem er geschrieben steht.

von Willy Toft

Die genaue Düngung bestimmt die Menge!

Es ist doch erstaunlich, dass es von der Regierungsseite überhaupt nicht wahrgenommen wird, dass der Düngeeinsatz zurückgeht! Vorsichtshalber lieber noch ein Gesetz erlassen, damit bald nicht mehr genug geerntet werden kann!

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