Getreidemarkt

EU-Prognosedienst sieht kritische Lage in Spanien und Osteuropa

In weiten Teilen Europas ist es schon jetzt wieder zu trocken und die Bestände leiden. Besonders kritisch ist Lage in Spanien.

Die Winterkulturen in den meisten Ländern Europas haben von den überwiegend milden Witterungsbedingungen profitiert und zeigen eine fortgeschrittene Entwicklung. In den meisten Regionen kommt die Frühjahrsaussaat gut voran. In weiten Teilen Spaniens und Südosteuropas wirkten sich anhaltende Regendefizite jedoch negativ auf Pflanzenwachstum und -entwicklung aus. In Mittelost- und Südosteuropa herrschen trockene Witterungsbedingungen. In Ostkroatien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Griechenland sind Winterkulturen, die bereits durch suboptimale Bedingungen bei der Aussaat geschwächt wurden, weiterhin von anhaltender Trockenheit betroffen. Die Ertragsprognosen für diese Länder wurden nach unten korrigiert.

In Mittel- und Norditalien, Spanien und Portugal setzte sich die Trockenheit fort, insbesondere aber in Zentralspanien, deswegen wurde die Ertragsprognose für Spanien zurückgenommen. Der Wasserstand in den Stauseen in Spanien ist immer noch kritisch, was die Bewässerung von Sommerkulturen einschränken könnte. In Irland, der westlichen Hälfte des Vereinigten Königreichs, den Benelux-Ländern, Dänemark und Schweden hat es reichlich Niederschlag gegeben. Die Regenfälle und die damit verbundene Bodennässe behinderten die Frühlingsaussaat zeitweise, waren jedoch insgesamt von Vorteil.

Rapserträge unterdurchschnittlich erwartet

Die Trockenheit wirkt sich auf die Rapserträge in den betreffenden Regionen aus, sie werden unter dem langjährigen Durchschnitt prognostiziert. So werden in Ungarn 28,2 Dezitonnen je Hektar erwartet, fast neun Prozent weniger als im Fünfjahresmittel. In Rumänien sind es 24,8 Dezitonnen je Hektar und damit rund fünf Prozent weniger als in vergangenen Jahren. Während Südosteuropa von Trockenheit und überdurchschnittlichen Temperaturen betroffen ist, herrscht auch in Spanien Wassermangel, der die Ertragserwartungen dort auf 18,9 Dezitonnen je Hektar beschränkt, was elf Prozent weniger als im langjährigen Mittel wären. Durchschnittlich sind die Ertragsprognosen in weiten Teilen Mitteleuropas. In Italien und Teilen Skandinaviens werden sogar überdurchschnittliche Rapserträge erwartet. AMI

Düngeverordnung: "Man nähert sich an"

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Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

Unsere Erde steht nicht still,

auch wenn Werner Hirsch es so will ! Übrigens: Grimms Märchen gehen gut aus !

von Werner Hirsch

Grimms Märchen

Kein Mensch braucht Grüne Gentechnik. Kein Mensch braucht Glyphosat. Gierige Agrarindustrielle und der Handel schon.

von Wilhelm Grimm

Gentechnik brauchen wir nicht ???

Wir brauchen eine Agrarwende mit einem Bekenntnis zum modernen Pflanzenbau, zur Gentechnik, zum Pflanzenschutz, auch zu Glyphosat, zur Düngung ausgerichtet am Bedarf der Pflanzen. Wir brauchen wieder Realismus und keine lebensbedrohenden Agrarstrategien.

von Andreas Gerner

Das gleiche Spanien, wo die Tage teils 300 Liter in 24 h gefallen sind?

von Renke Renken

Komisch ,

haben nicht vor wenigen Wochen irgendwelche wichtigen Satistiker noch davon philosophiert, daß alles super steht, und mit irgendwelchen Ertragsprognosen um sich geschmissen.

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