Kartoffelernte in Nordwesteuropa so klein wie noch nie

Für die Saison 2018/19 stehen in Nordwesteuropa so wenig Kartoffeln zur Verfügung wie noch nie. Selbst das schwache Ergebnis von 2012 dürfte noch leicht unterboten werden.

Kartoffeln sind knapp. (Bildquelle: Heil)

Aus einer Reihe von Ländern wie Deutschland, Polen, Tschechien, den baltischen Staaten und Spanien liegen bereits amtliche Ergebnisse zur Kartoffelernte in diesem Jahr vor. Werden die Schätzungen des Prognosedienst der EU-Kommission (MARS) zugrunde gelegt, dürfte sich die Erntemenge in der EU-28 auf 54,3 Millionen Tonnen belaufen, 13,4 Prozent oder 8,3 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr.

Im Jahr 2012 hatte es noch 600.000 Tonnen mehr gegeben. In der EU-15, wie sie bis 2004 bestanden hat, also ohne die Staaten in Osteuropa, gibt es dieses Jahr mit 41 Millionen Tonnen jedoch womöglich etwas mehr Kartoffeln als 2012. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hat die Länderergebnisse sowie eigene und andere Expertenschätzungen zusammengestellt und kommt zum gleichen Gesamtergebnis der EU-Kartoffelernte. Allerdings gibt es im Detail Unterschiede.

So schätzt MARS die Kartoffelernte in Polen auf 300.000 Tonnen und damit mehr als die dortige amtliche Statistik angibt. Für Großbritannien wird lediglich ein Ertragsrückgang von 4,4 Prozent angenommen. Marktbeobachter gehen aber davon aus, dass die Ernte nicht besser als im Jahr 2012 ausgefallen ist. Für die Ernte in Großbritannien macht das eine Differenz von 1,5 Millionen Tonnen. Diese dürfte durch größere Erntemengen in Frankreich, Niederlande, Dänemark und vor allem in Rumänien ausgeglichen werden. AMI

Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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