Nachfrage nach Milchprodukten aus der EU hat sich belebt

Exporteure liefern wieder mehr Milchprodukte ins Ausland. Vor allem Käse treibt den Absatz.

Käse bleibt der Exportschlager der EU. (Bildquelle: DMK)

Der Drittlandsabsatz von Milchprodukten hat sich im Oktober 2018 belebt und so zu einer deutlichen Stabilisierung der EU-Exportbilanz geführt. In den ersten zehn Monaten von 2018 wurden die Vorjahresmengen in Milchäquivalent in der Summe nur noch geringfügig unterschritten. Auf der Produktebene überwogen im Oktober ebenfalls steigende Tendenzen.

Die Ausfuhren von Käse kletterten im Oktober erstmals seit Jahresbeginn 2018 deutlich über die Vorjahresmarke. Dadurch ergab sich für den Zeitraum von Januar bis Oktober ein Gesamtexport von rund 697.700 Tonnen, der um 0,4 Prozent über der Referenzmenge des Vorjahres lag. Damit bleibt Käse mengenmäßig das bedeutendste Exportprodukt in der EU und verzeichnet erstmals seit Mai wieder eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Zusätzliche Mengen wurden in den ersten zehn Monaten von 2018 insbesondere nach Japan geliefert. Bei den übrigen größeren Abnehmern wie den USA, Südkorea oder Saudi-Arabien gingen die Importe hingegen zurück.

Magermilch- und Molkenpulver konnten durch die Nachfrageimpulse im Oktober ihren Mengenvorsprung gegenüber dem Vorjahr weiter ausbauen. Vor allem durch erhöhte Exporte von Magermilchpulver nach Algerien, China und Ägypten wuchs der Vorsprung in den ersten zehn Monaten gegenüber 2017 auf 4,1 Prozent. An Molkenpulver wurde in der Summe bis Oktober 3,8 Prozent mehr Ware in Drittländer ausgeführt. Bis September betrug der Anstieg noch 2,8 Prozent.

Bei den übrigen Produkten wurden die Vorjahresmengen nicht erreicht, der Rückstand gegenüber dem Vorjahr verringerte sich mit den Nachfrageimpulsen im Oktober aber überwiegend. Den stärksten Rückgang verzeichnete Kondensmilch. Die Ausfuhren verfehlten das Vorjahresergebnis von Januar bis Oktober um knapp ein Fünftel. Auch bei Kasein und Kaseinaten war die Entwicklung der Drittlandslieferungen rückläufig. AMI

Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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