Trotz Trockenheit

Obst- und Gemüseverband zieht positive Bilanz zur Fruit Logistica 2019

Die Obsternte 2018/19 in Deutschland ist mit knapp 1,5 Millionen Tonnen trotz Dürre immer noch überdurchschnittlich. Der entsprechende Preisverfall führte hier zu Umsatzrückgängen auf Erzeugerebene. Bei Gemüse setzte im Juli eine knappe Marktversorgung ein, die einen Preisanstieg verursachte.

Trotz der Witterungsbedingungen mit extremer Trockenheit im Jahr 2018 konnte im Obst- und Gemüsebau je nach Kultur dennoch in großen Teilen durchschnittliche Ernten erzielt werden. Das teilte die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen für Obst und Gemüse e.V. (BVEO) auf der Fruit Logistica mit.

Nach einer schwachen Obsternte 2017/18 verhinderte die Dürre im Sommer 2018 eine Rekordproduktion, die Ernte 2018/19 in Deutschland ist mit knapp 1,5 Millionen Tonnen aber immer noch überdurchschnittlich. Der entsprechende Preisverfall führte hier zu Umsatzrückgängen auf Erzeugerebene.

Insgesamt wird der Umsatz der in der AMI-Marktstatistik erfassten Erzeugermärkte in Deutschland bei Frischobst um knapp 10 Prozent sinken. Die Frischobstimporte dürften nach den bislang verfügbaren Zahlen 2018 deutlich gestiegen sein. Dafür verantwortlich sind unter anderem Wassermelonen, Strauchbeeren und Äpfel. Bei Äpfeln sind die Einfuhren von der Südhalbkugel kräftig (rund + 70 Prozent) gestiegen.

Gemüse

Der Februar und März 2018 waren in Deutschland überdurchschnittlich kalt und nass, danach setzte ein langer Sommer mit hohen Temperaturen und einem kräftigen Niederschlagsdefizit ein. Während die satzweise gesäten/gepflanzten Kulturen zunächst noch reichlich waren, setzte Anfang Juli eine knappe Marktversorgung ein, die einen Preisanstieg verursachte. Frischgemüse kann zwar meist beregnet werden, die Beregnungskapazität der Betriebe reicht aber selten für eine vollständige Wasserversorgung der Kulturen aus. Bei den Winter- und Lagerkulturen mit langer Entwicklungszeit sind die Erträge dagegen durchweg niedrig. Dies wird durch höhere Preise jedoch meist überkompensiert. Die AMI schätzt die Gemüseernte 2018/19 insgesamt auf gut 3,6 Millionen Tonnen, das wären 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach vorläufigen Einfuhrzahlen wird die Importmenge 2018 um einige Prozent sinken.

Kartoffeln

Die Trockenheit des Sommers 2018 zeigt sich auch bei der Kartoffelernte. Hitze und Trockenheit in der Wachstumsphase prägte die Entwicklung der Kartoffelerträge stark. Nach Schätzungen des Sachverständigenausschusses von Bund und Ländern zur „Besonderen Ernte – und Qualitätsermittlung“ wird eine Gesamternte von 8,7 Millionen Tonnen erreicht und somit rund 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch der 5-Jahres-Mittelvergleich zeigt, dass in Deutschland etwa 21 Prozent weniger geerntet wurde.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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