Schiedsgericht

Streit: Robert Tönnies will Schlacht-Holding verkaufen

Wenn es noch einmal Streit zwischen Clemens und Robert Tönnies gibt, wird der Schlachthof verkauft. So haben sich die beiden 2017 geeinigt. Nun ist der Fall offenbar eingetreten und führt zu Zwist.

Neuer Streit bei Tönnies: Robert Tönnies (41) besteht auf den Verkauf der Tönnies Holding. Bei der Schiedsklage 2017 habe man sich außergerichtlich darauf geeinigt, die Schlachtfirma zu verkaufen, wenn es erneut Streit gibt. Mitgesellschafter Clemens Tönnies (63) ist strikt dagegen. Beide halten jeweils 50 % der Tönnies Holding.

Medienberichten zufolge sei es bereits im vergangenen Jahr zu "einer rasant fortschreitenden Zerrüttung" zwischen Clemens und Robert gekommen, zitiert die "Wirtschaftswoche" aus der Klageschrift. Bei der Einigung hatten sich beide noch dazu durchgerungen, den Konzern künftig gemeinsam als Gesellschafter führen zu wollen.

Zuvor hatten sie sich mehrere Jahre vor verschiedenen Gerichten über den Führungsanspruch und Gesellschaftsanteile gestritten. Robert ist der Sohn und Erbe des verstorbenen Firmengründers Bernd Tönnies.

Clemens Tönnies sagte unterdessen gegenüber der dpa: "Wie auch immer mein Neffe agiert und was er über Jahre hinweg schon im Sinn gehabt hat: Mein Sohn Maximilian und ich werden das Unternehmen nicht verkaufen", teilte er schriftlich mit. "Wir sind hervorragend aufgestellt und sehr erfolgreich. Das ist so und das bleibt so."

Tönnies macht 6,65 Mrd. Euro Umsatz. Der Streitwert wird in der Klage soll laut dpa 600 Mio. Euro betragen. Die Sache soll demnach von einer privaten Schiedsstelle verhandelt werden.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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