LWK ändert Preisermittlung für 8 kg-Ferkel

In Deutschland werden immer weniger 8 kg-Ferkel gehandelt. Das hat Folgen für die Notierung.

8 kg-Ferkel werden immer seltener gehandelt. (Bildquelle: top agrar)

Die Preisermittlung für acht Kilogramm (kg) schwere Ferkel hat sich mit Beginn des neuen Jahres geändert. Künftig wird die Notierung einfach von den 25 kg-Ferkeln abgeleitet, erklärt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Bisher wurde die 8-kg-Notierung aus Daten errechnet, die von sogenannten Meldebetrieben aus dem nordwestdeutschen Viehhandel übermittelt wurden. Deren Zahl hat sich in den letzten acht Jahren mehr als halbiert und beträgt heute neun. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der wöchentlich gemeldeten Ferkel um nahezu ein Drittel auf 14.000 verringert. Da mit einem weiteren Rückgang bei Meldebetrieben und deren gehandelten Ferkel gerechnet wird, kann das bisherige System auf Dauer keine ordnungsgemäße Notierung garantieren.

Die Tabelle, die Grundlage für die neue Ermittlung ist, basiert auf langjährigen Vergleichsberechnungen und korreliert eng mit der bisherigen Notierung. An der Preishöhe werde sich nichts ändern, so die Landwirtschaftskammer, dafür führe die Umstellung zu sichereren Notierungsergebnissen, die weniger anfällig für zufallsbedingte Schwankungen seien.

Die Landwirtschaftskammern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind Träger einer bundesweit akzeptierten Ferkelpreisnotierung, die Preise für 8 und 25 kg schwere Ferkel ermittelt. Die 25-kg-Notierung basiert auf einer ausreichend großen Anzahl von wöchentlich etwa 160.000 bis 180.000 Ferkeln, die von rund 30 Viehhandelsbetrieben, Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften vermarktet werden.

Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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