Weihnachtsgeschäft belebt den Biokartoffelabsatz

Der Absatz von Biokartoffeln belebt sich, da das Weihnachtsgeschäft vor der Tür steht.

In der Woche vor Weihnachten dürfte sich die Nachfrage nach Bio-Kartoffeln spürbar beleben (Bildquelle: Archiv)

Die deutschen Biokartoffeln dominieren derzeit klar das Angebot im Handel, nur wenige ergänzende Zufuhren aus den Niederlanden und Österreich finden sich auf dem Markt. Die Vermarkter berichten von einem kontinuierlichen Absatz. Wie schon seit Mitte August werden Erzeugerpreise bei Lieferung frei Packbetrieb von 55 bis 58 Euro je Dezitonne genannt. Im Vorjahr um diese Zeit hingen die Preise auf einem Niveau von 48 Euro je Dezitonne fest. Der Handel und die Packbetriebe bereiten sich jetzt auf das Weihnachtsgeschäft vor. Der Lebensmitteleinzelhandel hat bereits begonnen, größere Mengen zur ordern oder Werbeaktionen gestartet. In der Woche vor Weihnachten dürfte sich die Nachfrage nach Bio-Kartoffeln dann spürbar beleben.

Für „Überraschungen“ sorgen ab und an die angelieferten Partien der Erzeuger. Dass die Kartoffeln wegen der ungewöhnlichen Trockenheit und Hitze physiologisch weit gealtert sind, ist bekannt. Die ein oder andere Sorte zeigt sich aber als besonders instabil. Es kommen vermehrt Partien mit auffällig hohen Anteilen weich werdender oder weicher Knollen an den Markt. Hier tritt in der aktuellen Saison die Sorte Princess besonders negativ in Erscheinung. Generell liegen die Absortierungen in der aktuellen Saison über dem Niveau des Vorjahres und manche Partie muss als Speiseware gänzlich verworfen werden.

Ein wenn auch schwacher Trost ist es dann für den Erzeuger, wenn die Vermarktung als Stärkekartoffel möglich ist und nicht alles im Futter landet. Die Qualitäten bleiben also der Unsicherheitsfaktor im weiteren Saisonverlauf, und mit zunehmender Lagerzeit dürften sich auch mehr und mehr Probleme herausstellen. Die Nettomenge dürfte sich bei den hohen Absortierungen für den Handel auf jeden Fall noch maßgeblich reduzieren. Die Trockenheit bei der Ernte hat zumindest auch sein Gutes, denn Partien mit Fäulnisproblemen treten kaum auf. Im vergangenen Jahr hatte in einigen Regionen die Ernte bei Dauerregen erhöhte Fäulnis bei den Kartoffeln zur Folge. AMI

Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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