Weltmarktpreise für Agrarprodukte zuletzt knapp behauptet

Die Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse haben sich im März trotz eines sprunghaften Anstiegs bei Milch im Mittel gegenüber Februar nur knapp behaupten können.

Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) am vergangenen Donnerstag (4.4.) mitteilte, lag der von ihr berechnete globale Preisindex mit 167 Punkten um zwei Punkte unter dem Stand des Vormonats; das Vorjahresniveau wurde um 3,6 % verfehlt.

Maßgeblich für die leicht negative Entwicklung im Berichtsmonat waren den Analysten zufolge unter anderem die schwächeren Notierungen für Pflanzenöle, deren Index die Abwärtsbewegung mit 4,4 % auf 127,6 Punkte im März fortsetzte. Handelskonflikte spielten dabei eine entscheidende Rolle. Dem Rückgang lagen laut FAO neben einer relativ niedrigen Importnachfrage nach Palmöl eine weniger profitable Sojaölerzeugung in den USA und stark gewachsene Rapsbestände in Kanada zugrunde.

Für den Zucker-Subindex meldete die FAO im Vergleich zum Februar ein Minus von 2,1 % auf 180,4 Punkte. Als Begründung führte sie aus, dass die Zuckerernte in wichtigen Erzeugerländern länger gedauert habe als ursprünglich erwartet. Außerdem sei die Produktion in Indien weiter hochgefahren worden, so dass das Land Brasilien voraussichtlich bald als weltweit größten Zuckererzeuger überhole. Die Erzeugung sei dort im Zeitraum Oktober 2018 bis Januar 2019 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8 % gestiegen.

Auch mit dem Index für Getreide ging es im Berichtsmonat abwärts, und zwar um 2,2 % auf 164,8 Punkte. Vor allem die Weizenpreise hätten ihre Talfahrt fortgesetzt. Verantwortlich waren dafür laut den Analysten in Rom das insgesamt gute Exportangebot bei schleppender Nachfrage, ferner die guten Ernteaussichten für dieses Jahr. Auch Mais habe schwächer tendiert.

Unterdessen legte der Subindex für Milch kräftig, nämlich um 6,2 % auf 204,3 Punkte und damit zum dritten Mal in Folge zu. Dazu geführt hätten eine höhere Nachfrage nach Butter, Käse und Vollmilchpulver, unterstützt durch die erwartete Exportverknappung in Ozeanien. Der Index für die globalen Fleischpreise stieg nach Angaben der FAO geringfügig auf 162,5 Punkte. Maßgeblich hierfür sei Chinas gestiegener Importbedarf für Schweine- und Rindfleisch sowie Geflügel gewesen. AgE

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