Mehr Marktmacht für die Bauern!

Bei einem sind sich Politiker und Verbände vor der Europawahl einig: Die Bauern brauchen mehr Marktmacht gegenüber Verarbeitern und Handel. Doch beim Wie gehen die Meinungen auseinander (Video).

EU-Kandidaten und bäuerliche Verbände forderten bei einer Diskussion zur Europawahl im Rathaus von Nürnberg, zu der die bayerischen Bioverbände eingeladen hatten, einhellig mehr Marktmacht für die Landwirte. Aber ist ein Gesetz aus Brüssel gegen unlautere Handelspraktiken der richtige Weg?

Während die SPD die Lösung eher im deutschen Kartellrecht sieht, wollen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Bund Deutscher Milchviehhalter lieber Lieferverträge mit fester Menge, festem Preis und fester Laufzeit für Milch und Fleisch umsetzen. Einen sofort umsetzbaren Vorschlag für die Bauern hat Josef Schmidt, Vorstand von Bioland Bayern. Alle Details im Video.

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Vor der Europawahl stellten sich vier bayerische Parlamentskandidaten den Fragen der Bioverbände, des Bauernverbandes u.v.m. Sehen Sie hier den Mitschnitt unserer Liveübertragung.

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Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Der Berg kreiste und gebar ein Mäuschen -

auf das wird es dann wieder hinauslaufen. Geholfen ist letztendlich damit niemanden. Wahrscheinlich werden besonders diejenigen, denen es gelten sollte, am wenigsten davon abbekommen. Dafür werden die Großen, die die Marktmacht innehaben, schon sorgen. Eigentlich gefällt mir der Vorschlag von der SPD ganz gut, denn wie sollen sich die Landwirte organisieren können, wenn eine Institution da ist die eifersüchtig darüber wacht das auf der einen Seite nichts Großes aufkommt, es aber auf der anderen Seite dann doch wieder zuläßt? Wie ist es denn? Die Erzeugergemeinschaften bei der Milch dürfen über eine bestimmte Größe nicht hinauswachsen, während Tengelmann und Kaiser unter fadenscheinigen Auflagen doch an den nächsten Größeren verscherbelt werden konnten. Wobei das an dem Preisdruck den der LEH auf die Produzenten ausübt auch nichts änderte. Den großen Wurf wird es hier wahrscheinlich eh nicht geben, obwohl der zu begrüßen wäre, aber wenn an vielen kleinen Schrauben gedreht wird, kann sich auch was ergeben. Sozusagen eine Evolution statt Revolution, um der Erosion bei den Bauern Einhalt zu gebieten.

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