Agravis empfiehlt den Einsatz von Z-Saatgut

[22.10.2012]


Z-Saatgut Z-Saatgut Auf die Vorteile, die der Einsatz von zertifiziertem Saatgut (Z-Saatgut) für landwirtschaftliche Betriebe bietet, hat die Agravis Raiffeisen AG hingewiesen. Werner Schmidt, Bereichsleiter Saatgut bei dem Unternehmen, stellte vergangene Woche in einem Interview insbesondere die rechtliche Sicherheit bei der Verwendung von Z-Saatgut heraus; zudem lasse sich für den Ackerbauern der wirtschaftliche Vorteil „sauber darstellen“.

Die aktuell hohen Getreidepreise sorgten dafür, dass sich der Getreideanbau lohne, so Schmidt. Um hier Risiken auszuschließen, sollten die Landwirte sicheres und geprüftes Saatgut verwenden, das eine Grundvoraussetzung für einen guten Ernteertrag sei. Eigene Berechnungen hätten ergeben, dass es wirtschaftlich wenig Sinn mache, auf Z-Saatgut zu verzichten und auf den eigenen Nachbau zu setzen, erklärte der Bereichsleiter. Die Differenz zwischen beiden Alternativen liege bei lediglich 5 Euro/dt bis 10 Euro/dt Mehrkosten für Z-Saatgut, und das bei einem Weizenpreis von rund 25 Euro/dt.

Anders herum betrachtet bedeute dies, dass die Landwirte durch geringe Mehrkosten für Z-Saatgut zusätzliche Kosten für die separate Lagerung und den Transport des eigenen Nachbaus sparten und auch keinen personellen Mehraufwand hätten. Zudem hätten sie beim Einsatz von zertifiziertem Saatgut eine Reklamationsmöglichkeit und bewegten sich rechtlich im grünen Bereich.

Nach Ansicht von Schmidt ist es generell wichtig, die Pflanzenzüchter auf ihrem Weg, stets sicheres und leistungsstarkes Saatgut zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen, zu unterstützen. Wenn der Landwirt nur noch auf den eigenen Nachbau setze, sei abzusehen, wann es bei sich ändernden Rahmenbedingungen wie beispielsweise Wetter- und Klimaauswirkungen keinen züchterischen Fortschritt mehr gebe.

Auch in den vielen Regionen des Agravis-Arbeitsgebietes gebe es darüber nach wie vor eine emotionale Diskussion, sagte Schmidt. Auf der einen Seite stünden die Landwirte, die aus ihrer eigenen Betrachtung viele gute Gründe anführten, auf den eigenen Nachbau zu setzen. Auf der anderen Seite gebe es die Pflanzenzüchter und Saatguthändler, die mit ihren Weiterentwicklungen und dem zertifizierten Saatgut den nachhaltigen Pflanzenbau sicherstellten. (AgE)

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