BASF-Agrargeschäft: Kräftiger Ergebnissprung im dritten Quartal

[02.11.2012]


Kurt Bock Kurt Bock Das Pflanzenschutzmittelgeschäft der BASF hat im dritten Quartal 2012 einen kräftigen Ergebnissprung erzielt und damit seine erfolgreiche Entwicklung der Vormonate fortgesetzt. Laut Angaben des Ludwigshafener Konzerns konnte der Umsatz im Segment „Agricultural Solutions“ in den Monaten Juli bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa 11 % auf 1,0 Mrd Euro gesteigert werden. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen kletterte um 80 % auf 171 Mio Euro.

Maßgeblich für die Aufwärtsbewegung war laut BASF-Informationen ein höherer Absatz, bedingt durch einen sehr guten Saisonstart in Südamerika und das Herbstgeschäft auf der Nordhalbkugel. Ferner hätten sich Währungseffekte erfreulich auf den Umsatz ausgewirkt. Zusammen mit dem ebenfalls sehr erfolgreichen Bereich „Oil & Gas“ konnte „Agricultural Solutions“ dem Konzern zufolge das niedrige Ergebnis im Chemiegeschäft mehr als ausgleichen.

Der Gesamtumsatz des Unternehmens stieg im dritten Quartal um 8 % auf insgesamt 19 Mrd Euro. Das EBIT übertraf mit knapp 2,1 Mrd Euro den Wert des Vorjahresquartals um ungefähr 5 %. Nach den Worten des BASF-Vorstandsvorsitzenden Dr. Kurt Bock liegt hinter dem Konzern „ein weiteres Quartal, in dem sich die weltwirtschaftlichen Aussichten nicht verbessert haben“. Auch für die letzten drei Monate des laufenden Jahres sei mit keiner Belebung des globalen Wirtschaftswachstums zu rechnen. „Dennoch streben wir weiterhin an, bei Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen die Spitzenwerte des Jahres 2011 zu übertreffen“, unterstrich Bock. Gestützt werde die Prognose unter anderem durch den Erfolg im Pflanzenschutzmittelgeschäft. „Agricultural Solutions“ werde 2012 bestens abschneiden.

Dürre drückt Fungizidabsatz in den USA

Wie die BASF in ihrem Rückblick auf das dritte Quartal 2012 berichtete, konnte der Erlös im europäischen Agrargeschäft in allen Indikationen gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Besonders positiv verlief das Geschäft mit Fungiziden und Rapsherbiziden in Westeuropa. Gute Zahlen meldete der Konzern auch für die Region Südamerika. Dort war die Nachfrage nach Insektiziden auf der Basis des Wirkstoffs Fipronil und nach dem Fungizid F 500 stark.

Positive Währungseffekte stützten das Umsatzwachstum zusätzlich. In Nordamerika erhöhten sich die Erlöse gemäß der Mitteilung des Konzerns insbesondere mengen- und währungsbedingt deutlich. Vor allem der Herbizidbereich entwickelte sich dort sehr erfolgreich. Der Absatz von Fungiziden ging dagegen zurück, was die BASF mit der Dürre im Mittleren Westen der USA erklärte. In Asien lag der Umsatz infolge niedrigerer Mengen leicht unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Als Grund nannte der Konzern hier die Trockenheit im südasiatischen Raum. Der Umsatz mit Fungiziden in China bewegte sich allerdings nach oben. (AgE)
 

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