Bayer investiert Milliarden in Pflanzenzüchtung und -schutz

[22.09.2012]


Sandra Peterson Sandra Peterson Insgesamt 7 Mrd. Euro will die Bayer CropScience AG zwischen 2011 und 2016 in die Forschung und Entwicklung sowie die Ausweitung der Produktionskapazitäten und Anlagen für die Saatgutherstellung investieren. Wie die scheidende Vorstandsvorsitzende Sandra Peterson diese Woche mitteilte, sind dabei 5 Mrd. Euro zur Erforschung und Entwicklung neuer Lösungen in den Bereichen Saatgut sowie chemischer und biologischer Pflanzenschutz vorgesehen.

So will der Teilkonzern laut Peterson seine „bereits vielversprechende Pipeline an integrierten Agrarlösungen” weiter stärken. Das Spitzenumsatzpotential der Produkte, die zwischen 2011 und 2016 auf den Markt kommen sollen, schätzt das Unternehmen auf insgesamt mindestens 4 Mrd. Euro. In neue Produktionskapazitäten und Anlagen für Saatgut sollen 2 Mrd. Euro fließen. Vorgesehen ist unter anderem der Ausbau der Herstellungskapazitäten für die Fungizidgrippe Fox sowie die Herbizide Liberty und Basta.

Peterson betonte, das Unternehmen sei gut aufgestellt, um künftige Chancen zu nutzen und so die Zukunft der Landwirtschaft mit zu gestalten. Bayer CropScience wolle bei nachhaltigen Pflanzenschutzlösungen führend sein. Die Vorstandschefin wies in dem Zusammenhang auf die Übernahme der US-Firma AgraQuest hin, die biologische Pflanzenschutzprodukte anbietet. Schätzungen zufolge werde sich der Umsatz mit diesen Erzeugnissen bis 2020 auf umgerechnet fast 3,05 Mrd. Euro verdreifachen.

Peterson verwies auch auf die Vier-Säulen-Strategie bei Bayer CropSchience. Diese Strategie basiere erstens auf der Verjüngung des Pflanzenschutzgeschäftes, zweitens auf der Verstärkung der Kundenorientierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, drittens auf der Neuausrichtung der Innovationsaktivitäten und viertens auf dem Ausbau des Saatgutgeschäfts. Das Portfolio sei gestrafft, neu ausgerichtet und dabei das Potential neuer Technologien weiter verstärkt worden, betonte die US-Amerikanerin. Große Erwartungen setzt sie in das Bayer-Saatgutgeschäft: Erwartet werde, dass sich dessen Anteil am Gesamtumsatz bis 2016 auf rund 20 % verdoppeln werde. Der Geschäftsbereich Seeds hatte im ersten Halbjahr 2012 einen Umsatzanstieg von 21 % verzeichnet, der vor allem auf ein deutliches Wachstum bei den Flächenkulturen zurückging. (AgE)

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