EU-Inspekteure zufrieden mit französischen phytosanitären Kontrollen

[08.08.2012]


Europäische Lebensmittel- und Veterinäramt (FVO) Europäische Lebensmittel- und Veterinäramt (FVO) Das Europäische Lebensmittel- und Veterinäramt (FVO) hat sich im Großen und Ganzen zufrieden mit den phytosanitären Kontrollen Frankreichs bei importierten Pflanzen gezeigt. Kritik gab es allerdings an einer teilweise unvollständigen Informationsweitergabe nach Brüssel und an andere Mitgliedstaaten. Das geht aus dem in der vergangenen Woche veröffentlichten Inspektionsbericht hervor, der sich auf eine Untersuchung im November vergangenen Jahres bezieht.

Demnach fand das FVO-Team ein detailliertes System an Tests und Abläufen vor, die den EU-Anforderungen entsprachen. Es gab eine klare Struktur und Aufteilung der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten für die Planung und Umsetzung der Kontrollen zur Pflanzengesundheit auf nationaler und regionaler Ebene, einschließlich des Zolldiensts.

Die Nationale Datenbank gab einen guten Überblick über die einzelnen Aktivitäten. Die Zusammenarbeit mit anderen Stakeholdern war gut. Dokumente lagen fast überall vollständig vor. Getestet wurden vor allem vorgeschriebenes Pflanzenmaterial, aber auch einiges in Frage kommendes nichtreguliertes Material, was laut FVO das hohe Risiko widerspiegelt, Schadorganismen einzutragen, und besonders hervorgehoben wurde.

Steinimporteure im Verdacht

Großes Augenmerk legten die französischen Stellen laut FVO auf die Kontrolle von Verpackungsmaterial aus Holz, um ein Einschleppen des Asiatischen Laubholzkäfers und von Kiefernholznematoden zu verhindern. Dabei lag das Hauptaugenmerk auf Firmen, die Steine importierten. Dort vorgefundene Verpackungen ohne entsprechende Kennzeichnung nach dem Internationalen Standard für Pflanzenschutzmaßnahmen (ISPM) wurden unverzüglich zerstört. Daneben wurde auch zertifizierte Ware regelmäßig überprüft. Angesicht des immensen potentiellen Schadens, der durch die Schädlinge ausgelöst werden könnte, begrüßt das FVO die Vorsichtsmaßnahmen.

Mängel sieht das Amt dagegen bei der Einfuhr von Pflanzenmaterial für wissenschaftliche Zwecke. Der Ablauf der Zulassung und die Infrastruktur seien zwar hier nicht zu beanstanden; allerdings gebe es kein Monitoring der Arbeiten an sich. Unzureichende Dokumente sieht das FVO zudem bei der Untersuchung von nicht reguliertem Material. So werde nicht klar, was die Gründe dafür seien, diese Pflanzen zu untersuchen, und was gegen ein mögliches Risiko, das von ihnen ausgehe, unternommen werden könnte. (AgE)

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