[17.09.2012]
Mais-Bohnen-Gemenge
Mit einem Mais-Bohnen-Gemenge wollen die Universität Göttingen und die KWS Saat AG mehr Vielfalt in die Erzeugung von Biogassubstrat bringen, ohne dass beim Ertrag Einbußen hingenommen werden müssen. Wie die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) als Projektträger vergangene Woche in Gülzow mitteilte, zeigen erste Anbauversuche, dass das Verfahren ertraglich mit dem Reinanbau von Mais mithalten kann. Wegen zahlreicher zusätzlicher Vorteile wolle man die Gemenge daher als mögliche Substratquelle für Biogasanlagen prüfen. Durch sie könne beispielsweise die Biodiversität in Energiefruchtfolgen erhöht werden; zudem bereichere die Bohne die Agrarlandschaft als Pollen- und Nektarquelle für Blütenbesucher und trage durch ihre Stickstoff-Fixierleistung zu einem reduzierten Bedarf an mineralischen N-Düngemitteln bei.
Laut FNR haben einjährige Anbauversuche der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen ergeben, dass die Biomasse- und Methanerträge der Gemenge nur geringfügig unter den Erträgen von Mais im Reinanbau liegen. Aus früheren Versuchsreihen sei allerdings bekannt, dass sich der Ertrag von Maisgenotypen im Mischanbau mit Sonnenblumen teilweise deutlich von der Leistung derselben Genotypen im Reinanbau unterscheide. Offenbar gebe es bei Mais eine genetische Variation für die Eignung zur Mischkultur.
FNR-Angaben zufolge wollen die Forscher im jetzt angelaufenen Vorhaben eine Methodik entwickeln, um genau solche Genotypen zu selektieren, die sich ideal für einen Mischanbau eignen. Dazu sind Feldversuche mit verschiedenen vorhandenen Genotypen und die Erzeugung von Hybriden aus den jeweils besten dieser Linien geplant. Nach der erfolgreichen Testung der Hybriden auf ihre Mischanbaueignung sollen diese als Sorten angemeldet und vermarktet werden. (AgE)
Jetzt ist es an der Zeit, für die schlagbezogene, unabhängige Beratung für den Fungizideinsatz in Weizen. Hier gehts zum neuen PC-Programm WeizenPro! Erfahren Sie mehr...
Jeden Mittwoch neu: Das Auftreten von Schädlingen, Unkräutern und -gräsern, abgestimmte Mittelempfehlungen und übersichtliche Karten über das regionale Befalls- und Infektionsgeschehen. Lesen...
Erhalten Sie die Empfehlungen der Woche bequem per Email, als Abonnent natürlich gratis. Jetzt eintragen...
Leserkommentare
Auch zur Rindviehfütterung?
[17.09.2012]
Wäre schön wenn diese Mischsilage auch für Rindviehfütterung geeignet wäre und man so Eiweißträger im Kraftfutter einsparen könnte...
von schorse77
Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!