[18.07.2011]
Kartoffeln
Auf eine ausreichende Lagerhaushygiene bei Kartoffeln hat die Versuchsstation Dethlingen hingewiesen. Vor dem Hintergrund der letztjährigen Ernte mit vielen feuchten Partien könne darauf nicht verzichtet werden.
Neben den Kartoffeln gelangen mit der Ernte auch neue Schaderreger in das Lagerhaus, z. B. über Mutterknollen oder anhaftende Erde. Nicht minder gefährlich seien die im Lager überdauernden Pathogene, heißt es weiter. So könnten beispielsweise Sporen des Silberschorferregers bis zu 9 Monate auf der rauen Oberfläche von PU-Schaum und bis zu 3 Monate auf Holz und Metall überleben. Auch Nassfäulebakterien könnten den Zeitraum zwischen zwei Lagerperioden überdauern, wobei Boden oder organische Substanz die Überlebensrate begünstigen.
Ein wirkungsvoller Hygieneplan beginnt laut den Pflanzenbauexperten mit einer Beseitigung aller Ernterückstände aus dem Lager. Daran muss sich eine Reinigung des gesamten Gebäudes, der Lagerein-richtungen und der Technik für die Ein- und Auslagerung sowie die Aufbereitung anschließen. Erst dann kann eine Desinfektion, zugelassen ist dafür zz. nur das Mittel „Menno florades“, seine volle Wirksamkeit entfalten und die Schaderreger nachhaltig reduzieren.
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