Agroscope betreibt ökotoxikologische Pflanzenschutzmittelprüfung

[08.02.2012]

Amsel
Moderne Pflanzenschutzmittel müssen landwirtschaftliche Kulturen optimal vor Schaderregern schützen und dabei gleichzeitig diejenigen Lebewesen schonen, die nicht das Ziel der Pflanzenschutzmaßnahmen sind. Um dies zu erreichen, führt die Agroscope-Forschungsgruppe ökotoxikologische Risikoabschätzungen für solche Arten durch, unter anderem auch für Vögel.

Diese Risikobeurteilung verläuft nach Angaben der Wissenschaftler analog zu den Verfahren in der Europäischen Union und ist in mehrere Phasen gegliedert: In einer ersten Phase würden einfache Modelle benutzt, in denen im wahrsten Sinne des Wortes „mit dem Schlimmsten“ gerechnet werde. Könne in einem solchen worst-case-Szenario ein Risiko für Vögel nicht ausgeschlossen werden, würden kompliziertere, aber genauere Modelle angewendet.

Laut Agroscope kann die Risikobeurteilung jetzt auch für genau diejenigen Vogelarten gemacht werden, die während eines Pflanzenschutzmitteleinsatzes tatsächlich in der behandelten Kultur leben und kontaminierte Nahrung fressen. Hier spreche man von „Fokus-Arten“, die für jede landwirtschaftliche Kultur spezifisch seien. Da dieselben Kulturen im Ausland andere „Fokus-Arten“ beherbergen könnten, würden die Verhältnisse in der Schweiz gesondert erforscht. (AgE)

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