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Bayer schließt Produktionsanlagen in den USA

Pflanzenschutzmittel

Die Bayer CropScience AG setzt mehrere Produktionsanlagen für die Herstellung von Carbamaten in Institute im US-Bundesstaat West Virginia außer Betrieb und schließt seinen Formulierungsstandort in Woodbine im Bundesstaat Georgia. Aufgrund dessen würden an beiden Standorten innerhalb von zwei Jahren rund 300 Stellen gestrichen, teilte der Monheimer Teilkonzern am Dienstag vergangener Woche mit.

In den vergangenen Jahren sei die Substanzklasse der Carbamate größtenteils durch neue Produkte ersetzt worden. Nach der im August 2010 mit der US-Umweltschutzbehörde (EPA) getroffenen Vereinbarung, das Insektizid beziehungsweise Nematozid der Marke Temik auslaufen zu lassen, sei die Herstellung bestimmter Carbamate für Bayer CropScience wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, erläuterte das Unternehmen.

Betroffen seien Produkte mit den Inhaltsstoffen Aldicarb und Carbaryl sowie bestimmte Zwischenerzeugnisse für die Herstellung dieser Produkte. Die betreffende Produktion, darunter auch die Herstellung von Methylisocyanat wird nach Angaben des Unternehmens in den kommenden 18 Monaten schrittweise eingestellt. Es sei beabsichtigt, die Kunden in den USA und anderen Ländern noch bis Ende 2014 mit Temik zu beliefern, erklärte Bayer CropScience.

Sevin solle noch weiter vermarktet werden, wobei der Wirkstoff von externen Lieferanten bezogen werde. Das Insektizid Lavin, das auf den Wirkstoff Thiodicarb basiere, werde auch weiterhin im Institute Industrial Park produziert. Die Schließung von Teilen des Standortes Institute und die Aufgabe der Aktivitäten in Woodbine sind laut Bayer CropScience mit einmaligen Kosten von rund 200 Mio Euro verbunden, die größtenteils auf die Maßnahmen zur Außerbetriebnahme der Produktionsanlagen entfallen. (AgE)